#1 – Die erste Idee

Im Hörspiel steckt das Spiel ja bereits im Wort drin. Deswegen muss es nahe gelegen haben einmal eine Themensendung im Radio zu planen, in denen Beiträge und Hörspiele laufen, die sich mit Computerspielen beschäftigen. Auch ich wollte etwas beisteuern, doch ich wollte nicht von Computerspielern berichten oder Geschichten aus Games weitererzählen. Ich wollte ein Hörspiel, das wie ein Computerspiel funktioniert. Ein Hörspiel, in welchem dem Spieler verschiedene Wege offenstehen und sich die Form im Inhalt spiegelt. Wenn also die Handlung verschiedene Wege geht und mehrere Möglichkeiten des Fortgangs eröffnet, dann muss auch der Spieler immer zischen einzelnen Pfaden wählen. Doch das wäre alles kein Hörspiel, wenn es nicht auch um das Hören ging, also kann der Spieler seine Augen nicht benutzen und das genaue Hören die zentrale spielerische Aufgabe ist. Natürlich ist diese Idee schnell ausgeufert: verschiedene mögliche Handlungsstränge, philosophische Versuche, thematische Verknüpfungen und ein Spiel, dass den Titel Interaktiv verdient – das alles sollte es sein. Natürlich hatte es bis zur Sendung nur für ein kurzes Intro gereicht.

Aber seitdem schwelt die Idee weiter in den Irrgängen meines Kopfes. Hier will ich den Fortgang der Entwicklung festhalten und Ideen präsentieren. Einfach damit alles handfester wird und ich schon einmal Rückmeldungen bekomme, was realistisch ist, nicht zu Ende gedacht oder was nicht noch alles möglich ist.

Thilo

Thilo

Hat sich von einer anfänglichen Faszination für Bücher, über erste Leseerfolge zum Bibliomanen entwickelt. Eigentlich hat der Kulturjournalist nur aus Langeweile gelesen, hier mal ein Buch im Zug, mal eines im Urlaub, mal ein bisschen vorm Einschlafen. Nach unausgegorenen Berufswünschen wie Koch, Hornist oder Schauspieler, verschlägt es ihn zum Studium der Theaterwissenschaft nach Leipzig und in die Redaktionsräume des Ausbildungsradios mephisto 97.6. Ganz beiläufig lässt er hier fallen, dass er eigentlich ganz gerne mal ein Buch lese. Schon einen Monat später leitet er – hopplahopp – die Literaturredaktion und Lesen wird zum Exzess (in den Tagen vor Buchmessen liest er gerne Nächte und Tage durch). Inzwischen spricht er hin und wieder bei MDR Kultur und dem Deutschlandfunk über Literatur, Theater, Musik, neue Medien und alles was die Leute (oder: ihn) interessiert. Sein Ziel: Der nächste Marcel Reich-Ranicki (und ein bisschen Gerhard Stadelmaier) werden – nur besser aussehend … und vielleicht etwas umgänglicher. So lange vergnügt er sich weiter auf schraeglesen.de

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