10 Fragen an Caecilia

10 Fragen an Caecilia

 

Caecilia in ihrem “natürlichen” Lebensraum. Ganz ungestellt. Und natürlich.

 

Was spielen und lesen wir eigentlich so in unserer Freizeit? Was war unsere erste Lese-/Spielerfahrungen? Und was machen wir eigentlich so, wenn wir uns nicht durch fremde Welten bewegen? – Wir haben uns einmal zehn Fragen gestellt, die euch – unserer Meinung nach – am besten einen Eindruck von uns vermitteln. Caecilias Fragen und Antworten findet ihr hier.

 

Warum spielst du?

Eigentlich war ich schon immer ein Spielkind. Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele: Von klein auf brauchte ich immer irgendwas zum Spielen – sehr zum Leidwesen meiner Familie, die meinen Spieltrieb nie so richtig teilen konnte. (Und auch nicht weiß, woher diese Begeisterung überhaupt kommen konnte.) Zum Videospiel war es da nur noch ein kleiner Schritt.

 


Kannst du dich noch an dein erstes Videospiel erinnern?

“Final Fantasy VII” – wie könnte ich das vergessen? Allein schon aufgrund der Startschwierigkeiten, die wir miteinander hatten. Als ich das erste Mal auf den japanischen Rollenspielklassiker gestoßen bin, hatte ich nämlich selbst noch keine eigene Spielekonsole. Mein Spiel konnte ich also immer nur dann fortsetzen, wenn wir bei Freunden meiner Eltern zu Besuch waren – und das kam nicht so oft vor, wie es hätte vorkommen sollen. (Wäre es nach mir gegangen.)

Als wäre das nicht schon tragisch genug, war auch noch bei jedem neuen Besuch mein Spielstand auf wunderliche Weise verschwunden. Über ein Jahr lang konnte ich nur die ersten zwei Stunden spielen – immer und immer wieder. Umso erstaunlicher, dass mich gerade “Final Fantasy VII” zu Videospielen und meiner Begeisterung für “Final Fantasy” geführt hat.

 


Wie sieht es denn mit Lieblingsspielen aus?

Oh je. Ich bin nun wirklich kein großer Freund von Entscheidungen, wenn es dann aber noch um Videospiele geht…

“Final Fantasy” muss da auch hier auf jeden Fall erwähnt werden  – tatsächlich aber nicht der siebte, sonder eher der sechste Teil. Was Erzählweise und Musik anbelangt, toppt für mich einfach nichts “Final Fantasy VI”. Sicher würden mir hier noch eine Menge Indie-Titel einfallen (“Journey” und “Pony Island” zum Beispiel), weil ich da aber eben immer neue Schätze finde, ändert sich das alle Nase lang wieder.

Einen ganz besonderen Platz nimmt aber auch “NieR” ein. Sicher, das japanische Action-Adventure ist vielleicht nicht perfekt (die Grafik wollen wir da jetzt mal ganz außen vor lassen). Die düstere Weltuntergangsstimmung, der derbe Humor und die Art wie der scheinbare Mainstream-Titel mit verschiedenen Genres experimentiert (Meta!), machen für mich eine ganz eigene Form der Perfektion aus. Und die Musik trägt da sicher ihren Teil bei.

 


Hast du auch Lieblingsbücher?

Bei meiner Buchauswahl bin ich ganz klar durch meine Liebe zur japanischen Kultur geprägt. Ich liebe Mangas. Meine Mangasammlung ist vielleicht sogar noch größer als meine Videospielsammlung. Eines meiner absoluten Lieblinge: “Mugen Dokei” – eine Kurzgeschichte über die Ewigkeit der Dinge. Rein schreibtechnisch hätte die Geschichte vielleicht noch mehr Platz vertragen können; allein die Gedanken, die dort auf gerade mal 52 Seiten (inklusive Bilder!) angestoßen werden, sind aber schon weitaus tiefgehender als in so manchem 52-bändigen Manga. Seit kurzem hat es mir auch “Orange” angetan. (Eine Geschichte um eine Gruppe von Freunden, die einen Brief aus den “Ichs” ihrer Zukunft erhält, um den Kumpel vom Selbstmord abzuhalten.)

Wenn es dann mal ohne Bilder sein soll, bevorzuge ich eher klassische Grusel- und Horrorgeschichten à la Edgar Allen Poe. Meine Lieblingsgeschichte von Poe: “Die Maske des roten Todes”. Oh, und ich liebe “Alice Adventures in Wonderland” und “Through the Lookingglass”! Das hat jetzt zwar mit Horrorgeschichten nichts mehr zu tun (oder doch?) – aber sei’s drum.

 


Was macht für dich ein gutes Spiel aus?

Das mag jetzt zwar etwas langweilig sein, aber: Vor allem eine gut erzählte Geschichte. Das heißt jetzt nicht, dass für mich ein gutes Spiel immer mit riesigen Textblöcken hantieren sollte. Im Gegenteil: Das faszinierende an Videospielen ist, dass sie ihre ganz eigenen Mittel besitzen, um Geschichten zu erzählen und etwa durch spielerische Mittel wie Steuerung Handlung vermitteln können. Wenn diese Mittel geschickt gewählt wurden, dann ist es für mich ein gutes Spiel. Grafische Aspekte spielen für mich da eher eine zweitrangige Rolle.

 

Caecilia beim Versuch eines hippen Profilbilds. Mit Ergebnis Massenmörder.

Wann spielst du am liebsten?

Auf Reisen. Aus dem einfachen Grund, dass ich da endlich mal den Kopf frei kriege. Zu Hause gibt es meist noch irgendwelche wichtigen Dinge zu erledigen, da kommt das Spielen dann schnell wieder zu kurz. Leider hat das auch den großen Nachteil, dass ich unterwegs in meiner Spielauswahl enorm eingeschränkt bin. Man kann eben nicht alles haben.

 


Was machst du, wenn sich ein Spiel dem Ende neigt?

Wenn es ein gutes Buch Spiel ist? Wahrscheinlich vorher eine kurze Pause einlegen. Ich hasse es, wenn gute Dinge zu Ende gehen. Bei “NieR” war das sogar so schlimm, dass ich das Spiel so lange nicht weiterspielen wollte, dass ich am Ende wieder von Vorn anfangen musste. Einfach, weil ich nicht wollte, dass es zu Ende geht.

 


Hast du ein Spiel überhaupt nicht zu Ende bringen können?

“Final Fantasy XIII”. Aber aus einem ganz anderen Grund, als bei “NieR”. Eigentlich bin ich ja ein großer “Final Fantasy”-Fan. (Das dürfte ich vielleicht schon mal – so ganz nebenbei – erwähnt haben.) In dem 13. Teil gingen mir die Charaktere aber so auf dem Wecker, dass ich es nicht mehr länger ertragen konnte. Bis heute habe ich noch kein Interesse daran, das Spiel wieder anzufangen.

 


Was machst du, wenn du gerade nicht am lesen oder spielen bist?

Zählen Brettspiele auch? Kleiner Scherz. Wahrscheinlich zeichnen, basteln oder singen – also irgendwas, was nur im entferntesten mit Kreativität oder Musik zu tun hat. Da fällt mir ein: Ich könnte (und müsste) auch mal wieder Geige üben.

 


Wo kann man noch von dir lesen?

Momentan? Eigentlich fast nur hier. Vor einigen Jahren war ich noch als Redakteur beim Retro-Magazin tätig, nach dem Redaktionswechsel (anno 2014) hat mir die inhaltliche Ausrichtung dort allerdings nicht mehr richtig zugesagt. Mittlerweile bin ich im Bereich Videospiele eher wissenschaftlich unterwegs und da mahlen die Mühlen etwas langsamer. Viel langsamer.

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