Journey: Ein Zwischenfazit

Über ein Monat ist mittlerweile schon ins Land gegangen, seit wir unser “kleines” “Journey” Projekt gestartet haben. Zeit ein kleines Resumé zu ziehen was schon geschehen ist, was doch noch offensteht – dann müssen wir aufgrund der Leipziger Buchmesse erstmal eine kleine Pause einlegen.

Vor einem reichlichen Monat haben wir das erste Arbeitsdokument veröffentlicht – und damit unser “kleines” Game Studies Experiment gestartet. “Klein”, da ich rückblickend feststellen muss, dass das ganze Projekt dann doch etwas größer ausgefallen ist, als es zunächst geplant war. Eigentlich hatten wir nur eine Zeitspanne von zwei Wochen eingeplant, jeder sollte einen kurzen Beitrag schreiben und das wars dann auch schon wieder. Es sollte ja auch nur ein Versuch werden – ein Test, ob eine (populär)wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Videospielen auf dem Blog überhaupt sinnvoll ist.

Inzwischen haben sich die Ausmaße dann aber schon verdoppelt hat. Aus zwei Wochen wurden vier. Aus einem Beitrag pro Redakteur und Gastautor (+Arbeitsdokument) wurden plötzlich eine Spielebesprechung, ein zweiteiliger Beitrag und ein dreiteiliger Versuch – der jetzt noch nicht mal abgeschlossen ist. Von “klein” kann also mittlerweile längst nicht mehr die Rede sein.

Was wir bisher erreicht haben

Eine noch viel größere Begeisterung für “Journey”. Das steht schonmal fest. Selbst nach mehrmaligen Durchspielen (ich für meinen Teil habe “Journey” allein während unserer Untersuchungen fünfmal beendet) scheint die Faszination für das doch eigentlich recht kurze Spielvergnüngen immer noch nicht abgeebt zu sein. Im Gegenteil – in jedem neuen Spieldurchlauf haben wir immer wieder neues entdeckt. Das war am Ende wahrscheinlich auch das größte Problem: Gerade weil sich immer wieder Neues entdecken ließ, ist gerade mein Vorhaben dann doch etwas ausgeartet.


Beitragsübersicht

Journey: Ein Arbeitsdokument

Konstantin – Kulturelles Gedächtnis:

Journey: Eine Reise ohne Worte I Ägypten? Hier geht es doch um “Journey”

Thilo – Exkurs (“Flower”):

Das Spiel aus dem Kunstmuseum

Caecilia – Musikalisches Versuchsprotokoll:

Versuch 1 I Versuch 2 I Versuch 3


Was noch offen ist (und warum man lieber zweimal abspeichert)

Leider viel zu viel. Konstantins Beitrag ist soweit abgeschlossen. Ich für meinen Teil habe aber immer noch meinen dreiteiliges Versuchsprotokoll nicht beendet, der letzte Versuch steht immer noch offen – muss aus Zeitgründen jetzt aber ersteinmal verschoben werden. (Eigentlich dürfte selbst ein Dreiteiler hier nicht ausreichen.) Ursprünglich hatte ich auch noch geplant einen Beitrag zur Online-Reise zur verfassen. Auch das steht immer noch offen. Ob sich dafür dann aber noch ein Plätzchen findet, steht jedoch noch in den Sternen. Ich will es zumindest nicht ausschließen.

Die wichtigste Baustelle ist aber: Unser Abschlussvideo. Als kleine Zusammenfassung unserer Ansätze hatten wir eigentlich ein kleines “wissenschaftliches Let’s Play” aufgenommen (man muss ja auch immer neue Beitragsformen ausprobieren). Das wäre wahrscheinlich auch schon fertig, wenn wir im Eifer des Gefechts völlig vergessen hatten in der zweiten Hälfte des Spieldurchlaufs den Share-Button der PS4 zu drücken. Damit ist uns eine knappe Stunde Spielaufnahme einfach flöten gegangen.

Da wir die Audiospur seperat vom Bild aufgezeichnet hatten, bestand zwar am Anfang noch die Hoffnung, dass wir den Spieldurchlauf mithilfe der Tonspur nochmal “rekonstruieren könnten, um dann anschließend beides zusammenzubasteln. Sollte euch aber je etwas ähnliches passieren: Nehmt einfach alles nochmal komplett auf. Ein Videospieldurchlauf lässt sich so nicht nochmal rekonstruieren. Konstantin und ich haben es versucht – und dabei jede Menge Nerven geopfert. Wir werden den zweiten Teil jetzt nochmal komplett neu aufzeichnen müssen.

Ironischerweise hatten wir übrigens bereits am Anfang unserer Aufzeichnung vergessen, den “Share”-Button zu drücken. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch extrem froh, dass uns das “nur” am Anfang passiert ist. Tja, soviel zum Thema Lernfähigkeit.

Was wir noch verbessern müssen

Jede Menge. Vor allem aber das Zeitmanagement – und die Fähigkeit uns kurzzuschließen. In letztem sehe ich für mich als Geisteswissenschaftler in naher Zukunft leider keine Aussicht auf Besserung. Zu oft habe ich das schon versucht, jedoch vergeblich. Mittlerweile kann ich normale Spielbesprechung zwar in einem gewissen Zeichenrahmen verfassen, bei wissenschaftlichen Beiträgen scheine ich aber immer noch an meine Grenzen zu steigen.

Damit also nicht aufgrund von etwaiger Schreibblockkaden erneut große Lücken entstehen müssen, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten:

  1. Wir können die Game Studies Beiträge noch stärker als “Work in Progress” gestalten. Das heißt derartige Game Studies Projekte wie bei “Journey” könnten tatsächlich noch offener gestaltet werden; als kurze Einblicke, die dann aber vielleicht im Dialog mit euch etwas weiterentwickelt werden könnten.
  2. Wir veröffentlichen Game Studies Beiträge nur noch als fertige Artikel. Da dies aber deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, würden diese Beiträge jedoch auch deutlich seltener erscheinen.
  3. Mein Favorit: Eine Kombination aus beiden. Das heißt, ich würde in kurzen Arbeitsberichten Forschungsprojekte vorstellen, die wir dann (vielleicht auch in Zusammenarbeit mit euch) weiter ausbauen könnten. Die Arbeitsberichte würden dann wohl einen ähnlich offenen Charakter wie das Arbeitsdokument in besitzen – nur regelmäßiger geführt und vielleicht auch nicht ganz so chaotisch. Sobald die Berichte dann einen gewissen Stand erreicht haben, würde ich diese dann in einem Artikel zusammenfassen.

Habt ihr einen Favorit? Oder vielleicht selbst einen Vorschlaf wie wir das Thema “Game Studies” in Zukunft besser handhaben können? Dann schreibt uns doch gern einen Kommentar oder eine Mail dazu. Denn eins steht schonmal fest: Weiter ausbauen möchte ich den Bereich Game Studies auf dem Blog defintiv – das allein schon aus persönlichem Interesse. Nur würde ich dann gern noch stärker den Dialog suchen, da es sich so doch irgendwie am Besten arbeiten lässt. (Das habe ich allein schon in der Zusammenarbeit mit Konstantin gemerkt.)

Wie geht es jetzt erstmal mit “Journey” weiter?

Die nächsten zwei Wochen wohl erstmal nicht. Denn hier sind wir voll und ganz mit der Leipziger Buchmesse beschäftigt. Das “wissenschaftliche Let’s Play” und meine beiden Beiträge werden aber definitiv noch folgen. Wenn wir also nach der Buchmesse wieder eine ruhige Minute gefunden haben, folgt auf jeden Fall noch der 3. Versuch sowie das Abschlussvideo. Bei dem Online-Reise-Beitrag bin ich mir zeitlich noch nicht ganz schlüssig, aber auch der wird wohl zur gegebenen Zeit noch folgen. Und dann können wir uns (vielleicht etwas besser strukturiert) endlich auch bald dem nächsten Thema widmen.

Caecilia
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Caecilia

Ehemaliger(?) "Final Fantasy"-Freak. Hat durch die Liebe für das Japanische Rollenspiel zum Videospiel gefunden. Nachdem der Traum vom Leben im Land der aufgehenden Sonne schon am Sushi-Hass zerplatzte, fand die Musik- und Theaterwissenschaftlerin mit den Game Studies einen passenden Ersatz; ging ihren Dozenten deswegen permanent mit Hausarbeiten zu Videospielmusik, Avatartheorien oder Bewegungssteuerungskonzepten auf den Leim; versuchte sich nebenher als Redakteurin beim RETRO-Magazin oder stockte ihre Spielesammlung mit Aushilfsjobs bei GameStop auf. Ihr großer Traum: Mit einer Professur das eigene Hobby durch die Uni finanzieren zu lassen. Bis dahin tobt sich eben auf schraeglesen aus und bezahlt die Spiele vorerst aus eigener Tasche. Wegen ihrer Vorliebe für Indie Games hält sich der finanzielle Aufwand dabei zum Glück in Grenzen.

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