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		<title>Hörtheater gegen das Schweigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2019 20:19:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit “atlas” hat das Leipziger Schauspiel eine Produktion auf die Bühne gebracht, die für Thilo zu den Highlights der Spielzeit gehört. Denn Thomas Köcks Stück hat nicht nur ein spannendes Thema, sondern geht geschickt über das Thema hinaus. Philipp Preuß hat dafür einen immer wieder überraschenden Zugang gefunden.&#160; Ich komme…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/hoertheater-gegen-das-schweigen">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
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<p><b>Mit “</b><b>atlas</b><b>” hat das Leipziger Schauspiel eine Produktion auf die Bühne gebracht, die für Thilo zu den Highlights der Spielzeit gehört. Denn Thomas Köcks Stück hat nicht nur ein spannendes Thema, sondern geht geschickt über das Thema hinaus. Philipp Preuß hat dafür einen immer wieder überraschenden Zugang gefunden.</b><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<span id="more-3427"></span>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><a href="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01.jpg"><img loading="lazy" width="300" height="237" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-300x237.jpg" alt="Foto: Rolf Arnold" class="wp-image-3428" srcset="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-300x237.jpg 300w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-768x608.jpg 768w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-1024x810.jpg 1024w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-190x150.jpg 190w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01-150x119.jpg 150w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_01.jpg 1365w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>atlas am Schauspiel Leipzig</figcaption></figure></div>



<p><b>Ich komme an – </b>ein wenig erschöpft und ausgelaugt. Denn ich habe vorher schon eine Theaterkritik zu einem mäßig guten Abend geschrieben. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr euphorisch, weil einen guten Abend erwarte, zum Einen weil nicht zwei Abende in Folge schlecht sein können und zum Zweiten wurde ich bisher nur selten von der Leipziger Diskothek enttäuscht. Wie immer steckt in meiner Tasche das Stück „atlas“ von Thomas Köck, das ich zu zwei Dritteln gelesen habe (erwähnte ich, dass ich etwas im Stress war?). An der Abendgarderobe erstehe ich dann auch den Band mit der Klimatrilogie des Autors, denn textlich hat mich, was ich bisher gelesen habe, interessiert.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<p><b>Ich verrate – </b>das Thema dieses Abends: Im weitesten Sinne geht es um Vietnam. Ich kann mich noch erinnern, wie in meiner Jugend von ‚Fidschis‘ und ‚Vietnamesen-Läden‘ gesprochen wurde – erkennbar mit despektierlichem Ton, als Fremdkörper. Heute gilt diese Bevölkerungsgruppe als positives Beispiel für Zuwanderung, weil sie eben nicht auffallen, für sich bleiben. Umso spannender finde ich den Ansatz, hier zu sensibilisieren. „atlas“ erzählt in sich überschneidenden Erzählsträngen und überlagernden Bildern, wie eine Frau aus Vietnam in der DDR ankommt, wo sie als Arbeitskraft helfen soll und wie sie dort die Wende erlebt. Ihre Tochter sucht später nach ihren Wurzeln und der Großmutter. In Vietnam spricht sie mit ihr über die heute wieder sehr aktuell gewordene Geschichte von Pulau Bidong, einer Flüchtlingsinsel bei Vietnam.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08.jpg"><img loading="lazy" width="300" height="200" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-3429" srcset="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-300x200.jpg 300w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-768x512.jpg 768w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-1024x683.jpg 1024w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-225x150.jpg 225w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08-150x100.jpg 150w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2019/02/atlas_08.jpg 1620w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>atlas am Schauspiel Leipzig</figcaption></figure></div>



<p><b>Ich sehe – </b>erstmal nicht viel. Diese Inszenierung verzichtet, entgegen meiner sonstigen Erfahrung mit dem Regisseur Philipp Preuß, auf große Bilder. Dennoch ist das Bühnenbild auf seine Weise interessant, gerade weil es zuerst das Theater sichtbar macht und es im nächsten Schritt in die Außenwelt trägt. Vorneweg gilt es etwas über den Spielort zu sagen, an dem die Premiere stattgefunden hat: Die Diskothek ist ein Nebenspielort am Leipziger Schauspiel, an dem eigentlich nur Uraufführungen und Gegenwartsdramatik stattfinden. Dafür wurde die ehemalige Diskothek Schauhaus umgebaut, die für lange Zeit direkt neben dem Schauspielhaus existierte. Heute ist es ein großer, natürlich schwarzer Raum, der sich beliebig einrichten lässt und ebenerdig gelegen ist. Genau das ist beim Betreten auch zu sehen: Die Zuschauertribüne ist auf der langen rechten Seite installiert. Die drei großen Fenster sind nicht verdunkelt, schwaches Licht fällt von dort in den Theaterraum und das Publikum kann sehen (und hören), wie Autos und Straßenbahnen auf dem Innenstadtring vorbeifahren. Vor den Fenstern stehen im gleichmäßigen Abstand drei Kleiderstangen, an denen Jacken hängen. Die Kostüme sind ebenfalls schlicht gehalten, weiße Gewänder und alltägliche Jeans. Erst zum Schluss gibt es einen Bruch, wenn sich die vier Darsteller auf offener Bühne Kleider aus dem 19. Jahrhundert anziehen. Durch die Fenster sehen wir eine Kutsche vorfahren und das vierköpfige Ensemble geht – nicht zum ersten Mal an diesem Abend – raus, steigt in die Kutsche und fährt davon.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<p><b>Ich höre – </b>schon fast eine Art Live-Hörspiel. Das ist nur zum Teil auf den sehr musikalisch angelegten Text zurückzuführen, sondern auch auf den zurückhaltenden Regieansatz. Das Stück beginnt mit einem philosophischen und lyrischen Text über die Zeit. Die vier Schauspieler stellen sich an ein einzelnes Mikrofon. Sie nehmen Gläser voller klirrender Eiswürfel, gießen Wasser dazu und flüstern den Text dazwischen. Das alles vermischt sich mit tontechnischen Mitteln zu einem fast schon überirdischen Klang, der auch später noch einmal wiederkehrt. Die Tontechnik ist auch darüber hinaus gefordert, denn immer wieder verlassen die Darsteller den Bühnenraum und gehen nach draußen. Die Zuschauer sehen sie durch die schaufensterartigen Scheiben und Mikroports holen die Stimmen in den Raum. Ansonsten arbeitet der Text mit vielen Wiederholungen, die die Darsteller auch in ihr Spiel aufnehmen, die Texte gleichförmig sprechen und nur langsam steigern. Da es letztlich auch ein Stück über Migration und Fremdheit ist, hören wir auch immer wieder andere Sprachen: Schwyzerdütsch, russisch, französisch und sogar ein wenig vietnamesisch. Gerade an dieser Stelle kommen auch Einspieler, wie vietnamesische Sprachaufnahmen, zum Einsatz.&nbsp;<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<p><b>Ich beobachte –</b> eine erfindungsreiche und in weiten Teilen minimalistische Inszenierung. Ja, die Inszenierung verlässt sich nicht allein auf eine leere Bühne und schauspielerische Leistung, sondern setzt, wie schon beschrieben sehr viel Tontechnik ein. Doch so sehr sich Puristen immer wieder über Mikroports aufregen – in diesem Fall ist ihr Einsatz sehr clever. Doch auch neben diesen klanglichen Spielereien überzeugt diese Inszenierung, bei der Preuß statt Bildern stimmungsvolle Situationen schafft. Drei Darstellen stehen in den Fenstern und werden selbst zu Ausstellungsobjekten (haben sich die vietnamesischen Gastarbeiter damals vielleicht so gefühlt?) und die langjährige Ellen Hellwig setzt sich rechts vor das Publikum und spricht mit ihrer Enkelin. Überzeugend verkörpert sie die Gefühle dieser Figur, in der vielen zwischen den Zeilen passiert. Denis Petkovic tritt nach vorne und gibt den Dolmetscher. Er dreht sich immer wieder zu den Fenstern um, über denen Texte &#8211; mutmaßlich die vietnamesische Übersetzung des Stückes &#8211; projiziert werden und liest quasi ab. Dabei bleibt er, das denke ich bei ihm immer, etwas kantig. Er geht mit Sophie Hottinger auf die andere Seite der Schaufenster und schaut sich ein imaginatives Tryptichon an. Gerade durch die Scheiben wirkt das Spiel natürlich und situativ. Auch Marie Rathscheck geht natürlich in ihren Rollen auf, wenn auch mit etwas weniger Tiefe als ihre Spielpartnerin: Sie setzt sich mit Ellen Hellwig in eine Fensterbank und fragt sie aus, will mehr über die Vergangenheit wissen. Bald geht auch sie raus und die drei Schauspieler wandern vor den Fenstern zwischen den Bäumen entlang – ein poetisches Bild als Gegenstück zu den Schrecken der Flüchtlingskrise der 60er.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<p><b>Ich fühle – </b>mich etwas müde (erwähnte ich das bereits?), doch das hat wenig mit dem Stück zu tun. Eher im Gegenteil hält mich die Aufführung wach und in Spannung. Zugegeben, gibt es gerade am Anfang von &#8220;atlas&#8221; einige Längen, denn das Spiel mit den Klängen zieht sich. Auch an anderer Stelle überzieht es die Inszenierung mit dem Klang: An einzelnen Stellen wird melancholische, drückende Musik als Loop eingespielt, natürlich um Emotionen zu wecken. An sich funktioniert das auch. Doch der wiederholte Ansatz lässt manche Momente wie eine aufpolierte Gesellschaftsdokumentation oder ein sozialkritisches Spielfilmdrama wirken. Es sind kleine Momente des Überdrusses, die den Gesamteindruck nicht schmälern. Zu Beginn fühle ich allerdings wenig, dazu ist das Stück zu clever, zu politisch. Ich habe fast schon Angst, dass es mir zu anstrengend werden könnte. Erst wird über die Zeit philosophiert und ich denke mit. Dann wird der Unort Flughafen gezeigt, dieser Transitraum mit ganz eigenen Regeln der Identität und ich gleiche es mit meinen eigenen Erfahrungen ab. Ich stelle mir vor, wie die Ankunft und das Leben der Gastarbeiter in der DDR und während der Wende gewesen sein muss. Doch dann gibt es auch emotionale Momente: Drei der Darsteller*innen stellen sich neben die Kleiderstangen. Sie ziehen die dort hängen Kleider immer wieder an und aus. Jedes Mal schmeißen sie den benutzten Metallkleiderbügel auf den Boden. Dabei erzählen sie von Einzelschicksalen der vietnamesischen Gastarbeiter. Die Intensität von Lautstärke und Gefühl nimmt mit jeder Wiederholung zu und treibt mir einen Schauer über den Rücken. Ruhiger ist hingegen ist die Aussprache der Tochter mit der Großmutter, die von ihrer Fluchtgeschichte erzählt und dabei an Bilder von Ertrunkenen erinnert, die wir noch heute aus Medien kennen und das damalige Versprechen, dass so etwas nie wieder passieren soll.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>



<p><b>Ich sage</b> – dass &#8220;atlas&#8221; eine wunderbare Produktion ist, die höchstens zwei kleine Schatten hat: Sie hat zu Beginn vielleicht etwas Länge, was auch mit dem zweiten Problem zusammenhängt. Denn dieses Stück fordert einen Zuschauer, der sich kurz über den Inhalt informiert. Die Handlung passiert und wird nicht erklärt, das Thema direkt gezeigt und langwierig verhandelt. Darin liegt eine Stärke. Denn die Produktion wird so konkret wie nötig, um eine Geschichte anzudeuten, um auf das Thema hinzuweisen. Aber sie lässt auch genug Raum, um den Zuschauer nicht zu erschlagen. Wer sich auf den Text und die Inszenierung einlässt erlebt einen sprachlich und inszenatorisch poetischen Abend mit starken Momenten.<span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}">&nbsp;</span></p>
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		<title>Montagsfrage: Hauptsache die Geschichte ist gut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2018 21:09:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bloggedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Das klassische Buch – Massen von Seiten voller Schriftzeichen – ist eines der ältesten Medien der Welt. Es gibt keinen langlebigeren Speicher. Doch die Konkurrenz wächst. Deswegen dreht sich die Montagsfrage diese Woche genau darum: Welche Formen der Geschichtenerzählung bevorzugst Du? A: Es ist mir doch total egal, in welcher…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/montagsfrage-hauptsache-die-geschichte-ist-gut">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das klassische Buch – Massen von Seiten voller Schriftzeichen – ist eines der ältesten Medien der Welt. Es gibt keinen langlebigeren Speicher. Doch die Konkurrenz wächst. Deswegen dreht sich die <a href="http://buch-fresserchen.blogspot.de/2018/01/montagsfrage-welche-formen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Montagsfrage</a> diese Woche genau darum: Welche Formen der Geschichtenerzählung bevorzugst Du?</strong></p>
<p><a href="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2017/06/montagsfrage_banner.png"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-2656 aligncenter" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2017/06/montagsfrage_banner.png" alt="" width="320" height="115" /></a></p>
<p>A: Es ist mir doch total egal, in welcher Form die Geschichte daherkommt!</p>
<p>B: Wirklich total egal?</p>
<p>A: Naja, meistens.</p>
<p>(A.S.: Diese Gedanken sind relativ unsortiert von oben nach unten geschrieben, deswegen entschuldige ich  mich schon einmal dafür, wenn ich mich etwas verzettelt habe. Und Entschuldigung, dass es mal wieder so ausgeufert ist, falls euch das zu viel ist, scrollt doch bitte trotzdem nach unten: Da stehen zwei Fragen, auf die ich Antworten suche.)</p>
<h1>Die Geschichte zählt</h1>
<p>Ich liebe gute Geschichten und gute Geschichten gibt es überall. Sie suchen sich ihren Weg in die Sinne der Rezipienten, die ich weiterhin lieber Geschichtenhörer nennen möchte. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Geschichten am liebsten mit den Ohren aufnehme, aber das soll hier keine medientheorethische Auseinandersetzung werden – und hören passt irgendwie zu Geschichten, die eben zuerst nur mit dem Mund weitergetragen werden. Ihr habt es erraten: ich fasse die Frage mal wieder weiter als es gesund wäre.</p>
<p>Ich nutze wirklich jedes Medium, das sich in Reichweite befindet. Zu gleichen Teilen Glück und Unglück ist das so ziemlich jedes Medium, das mir einfällt. Glück, weil es natürlich ein Privileg ist, Unglück, weil es einen schlicht überfordert. Aber dennoch: Ich lese Bücher, ich besuche Galerien, lese Comicbücher (was tatsächlich ein anderes Lesen ist), ich gehe ins theater, schaue Filme und Serien, höre Hörspiele/Lesungen und Musik und spiele (aufgrund der Zeit eher selten) Videospiele. Ich würde nicht einmal so weit gehen, dass ich eines davon mehr schätze als ein anderes. Ich liebe nämlich einfach gute Geschichten und den guten Einsatz von Erzählmitteln.</p>
<p>Da sind wir auch schon bei einem wichtigen Punkt: Ich schätze diese verschiedenen Formen vor allem, wenn sie sich auch mit der Geschichte vertragen. Was soll ich von einem Spiel halten, bei dem ich nur auf den Weiter-Button drücke oder einem Theaterstück, bei dem der Schauspieler nur den Text deklamiert? Das ist dann einfach enttäuschend und unnötig.</p>
<h1>Ich und die Formen der Erzählung</h1>
<p>Ich will einmal kurz nachzeichnen, was bestimmt Medien besonders auszeichnet. (Das wird jetzt nicht erschöpfend, dazu fehlt es mir an Zeit, Platz und vielleicht auch den tiefgreifenden Gedanken):</p>
<p>In einem <strong>Buch</strong> lässt sich so ziemlich jede Geschichte erzählen, einfach weil es dem simplen Bericht am nächsten steht. Die Besonderheit dabei ist vor allem, dass hier auch Bilder beschrieben werden können, die einfach niemand nachzeichnen kann. Aber auch das Spiel mit Sprache und Textsymbolen funktioniert hier einfach am besten. Für den Gebrauch spricht natürlich, dass ein Buch Low-Tech ist: Ein starker Magnet kann den Inhalt nicht löschen und auch wenn alle Kraftwerke den Geist aufgegeben haben, kann man es im Kerzenschein lesen. Da sollte man allerdings aufpassen, dass es nicht anbrennt.</p>
<p>Daran merkt ihr, dass das prototypische Buch immer noch aus Papier besteht. Das wird sich wohl auch nie ändern, weil das Lesegefühl gegenüber dem digitalen Gegenstücken <strong>e-Book</strong> nicht zu überbieten ist. Trotzdem <a href="https://schraeglesen.de/montagsfrage-es-muss-sich-gut-anfuehlen">lese ich auch gerne mal digital</a>, weil es einfacher zu transportieren ist und der Belastungsgrenze des Bücherregals zuträglich ist. Darüber hinaus bietet es nochmal ganz andere Möglichkeiten, dazu gleich mehr.</p>
<p><strong>Theater</strong> hat diese wunderbare Aura von Lifeness, von Jetzigkeit. Wenn ich nicht jetzt gerade hier bin, dann habe ich es verpasst. Hinzu kommt eine Auflösung und eine 3D-Effekt von der das Kino nur träumen kann – als ob man die anfassen könnte. Es ist vor allem das Körperliche, dass sich hier manifestiert, die Gegenwart des Gegenüber sozusagen. Idealerweise ist es ein Amalgam verschiedener Medien: Text, Klang, Bild.</p>
<p>Der <strong>Comic oder Graphic Novel</strong> ist dem Buch ja sehr nahe. Zur Erzählung der ersten Menschen gesellt sich jetzt allerdings noch ein weiteres Medium hinzu: Das Bild. Einigen vielleicht als Höhlenmalerei bekannt, die uns heute hin und wieder in Form von Graffiti begegnen. Der Comic erreicht den Geschichtenhörer <a href="https://schraeglesen.de/montagsfrage-comics">auf viel intuitiver Ebene</a>: Er muss nichts sagen, er zeigt es einfach. Allerdings muss er auch was zeigen. Der Comic kann also nicht alles erzählen. Aber am spannendsten ist er sowieso, wenn er etwas beiläufig zeigt.</p>
<p><strong>Filme und Serien</strong> wiederum stehen dem Theater sehr nahe. Nur geht ihnen die Jetzigkeit vollkommen ab, ganz im Gegenteil sind sie inzwischen darauf trainiert, in ewig gleicher Form abgerufen zu werden. Dafür können die Bilder aber umso stärker sein. Das heißt allerdings nicht immer, dass die Bilder auch stark sein müssen. Fernsehen ist zu so einer Nebenbei-Beschäftigung geworden, dass die Erzählung so simpel ist, dass man gar nicht aufpassen muss. Ich schaue Serien auch manchmal ohne Bild sehe und trotzdem alles verstehe. Das sind manchmal gute Geschichten, aber es bräuchte nicht wirklich auf der Mattscheibe flimmern.</p>
<p>Und schon sind wir beim Ohrenkino, das mich ja schon von Berufs wegen am meisten interessiert. Ich mag also <strong>Hörspiele</strong>, am liebsten wenn sie sich durch einen klaren Sound auszeichnen oder sich vielleicht sogar mit Klang selbst beschäftigen. Aber auch ganz ohne akustische Meisterinszenierung weiß eine Lesung zu schätzen, sofern sie gut gemacht ist. Ich höre Stanisic fast schon lieber zu, als die Geschichten selbst zu lesen und der Klang der Harry-Potter-Romane ist durch Rufus Beck geprägt. Ich höre diese Geschichten gerne, wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit nicht lesen kann, wenn ich putze, wenn ich Auto fahre, manchmal auch wenn ich meine Papierablage aufräume oder (das ist schon lange nicht mehr vorgekommen) wenn ich bastele. Diese Form Geschichten aufzunehmen, stößt bei sehr komplexen Geschichten natürlich auf seine Grenzen. Da schätze ich das Buch mehr, wo ich mal schnell hin- und herblättern kann.</p>
<p>Ich würde noch was zu <strong>Videospielen</strong> sagen, aber das kommt mir neben Cäcilia immer etwas komisch vor.</p>
<h1>Die Grenzen</h1>
<p>Eigentlich wollte ich jetzt noch ganz viel zu Adaptionen erzählen. Doch ich fürchte, dieses „ganz viel“ entfernt sich dann ganz schön weit von der Ursprungsfrage. Deswegen versuche ich nur ganz kurz die Quintessenz zu verteilen.</p>
<p>Nicht jede Adaption ist notwendig. Gerade bei <a href="https://schraeglesen.de/eine-buehne-fuer-ein-buch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bühnenadaptionen</a> stellt sich oft die Frage, welchen Mehrwert die Inszenierung gegenüber der Vorlage generiert hat. Dieselbe Frage stellt sich mir auch bei vielen filmischen Annäherungen, aber hier stellt sich die Frage nach dem geistigen Wert einfach insgesamt seltener. Bei manchen Produktion vielleicht auch zu selten.</p>
<p>Ich merke schon wieder, wie ich ausufere. Eigentlich will ich nur auf eine Aussage hinaus: Jedes Medium hat seine Stärken und Schwächen, die sich  nicht jedes Mal kompensieren. Deswegen sollte man, bevor man eine Geschichte adaptiert genau überlegen, warum in welchem Medium. Gibt es einen bestimmten Aspekt, der sich im Medium am deutlichsten zeigt? Mein Beispiel wäre zum Beispiel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daredevil_(Comic)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daredevil</a>: Warum bekommt Batman eine groß angelegte Hörspielserie, aber der momentan genauso populäre Daredevil nicht. Ein Superheld, der nichts sehen kann, ist ein großartiger Protagonist für ein Hörspiel.</p>
<p>Aber vielleicht gibt es auch einen klaren Impetus, wie ein Bild oder eine Art Choreographie, die man in einem Film zeigen will. Denn es gibt nichts gegen Adaptionen zu sagen. Es gibt viele großartige Filme, die auf einem Buch basieren. Das heißt aber nicht, dass jedes erfolgreiche Buch auch verfilmt werden muss. Warum will sich die Filmindustrie jeden Erfolg unter den Nagel reißen, auch wenn der Film das Besondere der Geschichte nicht einmal fassen kann? Das gehört zu einer Frage, die ich zu Schluss noch einmal stellen will.</p>
<h1>Grenzen überschreiten</h1>
<p>Manche Geschichten beschränken sich nicht auf eine Form. Sie lassen einen Teil im Buch, auf der Leinwand, in Comic-Panels und leider eher selten in Hörspielen stattfinden. Man nennt diese Technik gemeinhin Expanded Universe – und ich liebe es!</p>
<p>Die Komplexität dieser Geschichten begeistert mich ungemein. Da entsteht auf einmal ein Netz von Geschichten, die sich auf allen möglichen Ebenen überschneiden und jedes Mal habe ich auf ein Neues die Gelegenheit den Fäden und Knoten nachzuspüren. Das muss nicht unbedingt in verschiedenen Medien geschehen, aber meist sind diese <a href="https://schraeglesen.de/vergessene-vergangenheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geschichtenuniversen</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transmediales_Erz%C3%A4hlen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transmedial</a>.</p>
<p>Allerdings fürchte ich, dass die Entscheidung, was in Filmen, Büchern oder Comics erzählt wird, nicht mit tief gehendem Nachdenken getroffen wird. Aber die Entscheidungen sind auch nicht so schrecklich, dass sie mich am Lesen hindern würden. Wer dann also in umfassender Tiefe in diese Welten eintauchen will, muss alle Erzählungsformen nutzen können.</p>
<h1>Grenzen auflösen</h1>
<p>Solche Expanded Universes können leicht als eine Art Supraroman verstanden werden. Alle einzelnen Geschichten ergeben zusammen eine riesige Geschichte. Aber dennoch bleiben die Geschichten in ihrem jeweiligen Medium für sich. Doch es gibt tatsächlich Romane, die in sich selbst schon die Grenzen überschreiten. So verwandeln sich von Steinaeckers „Geister“ und Urbans „Gondwana“ verwandeln sich in Comics. Tomasula überschreitet die solche Grenzen sogar noch rigoroser: Sein Roman „<a href="https://schraeglesen.de/ein-buch-aus-blut-und-haut">VAS</a>“ stellt geschrieben Worte und Bilder vollkommen gleichberechtigt Nebeneinander, löst sie schon fast ineinander auf. In „toc“ geht er noch weiter und kombiniert seine Erzählung mit Klängen.</p>
<p>Hier zeigt sie, dass das Digitale für den Roman mehr bietet, als das sie leichter transportieren zu können. Sie ermöglichen eine komplett neue Form der Lektüre. Ich könnte „Pale Fire“ von Nabokov auch gedruckt lesen, aber digital lassen sich die Fußnoten, in denen der eigentliche Roman hinter dem Langgedicht stattfindet, besser nachvollziehen. Und das ist nur ein Anfang: Inzwischen gibt es die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen, in denen alle Medien gleichberechtigt nebeneinander stehen. Der Text muss eine bekannte Filmszene nicht mehr beschreiben, sondern zeigt sie, den Anrufbeantworter kann der Geschichtenhörer selbst abrufen, geschichtliche Hintergründe ließen sich ein eingelagerten Akten voller Material nachvollziehen und so weiter.</p>
<p>Das klingt doch einfach großartig. Leider kenne ich nicht einen solchen Roman. Vielleicht kann man da jemand mal einen Tipp geben.</p>
<h1>Die große Frage</h1>
<p>Die Geschichte, der alle technischen und medialen Grenzen überschreitet wird vermutlich immer die Ausnahme bleiben. Das bedeutet, dass die einzelnen Formen in Konkurrenz zu einander stehen – entweder höre ich ein Buch oder ich lese es, vielleicht warte ich auch gleich auf die Verfilmung. Die große Frage, mit der ich mich innerhalb eines neuen Projektes im April auseinander setzen will, ist: Wird das klassische Buch ersetzt? Löst es sich in Bits und Bytes aus oder ist das e-Book nur eine Zwischenform bevor es Bücher nur noch als mp3 (bereits gesehen bei „<a href="http://de.doctorwho.wikia.com/wiki/The_Hungry_Earth">Doctor Who</a>“) oder bei Netflix gibt? Die Antworten darauf suche ich noch.</p>
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		<title>Verirrt im Gedächtnispalast</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 17:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audio Games]]></category>
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		<category><![CDATA[interaktiv]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade der WDR ist für Hörspiel-Innovationen bekannt. Und so überraschte es auch nicht, dass sie 2015 zu dem Hörspiel „39“auch ein HörSpiel veröffentlicht haben. Es war eine App mit der man sich durch die Geschichte&#160; hindurchbewegen kann – aber wie groß ist der Unterschied zum Radiohörspiel? Mit einer Kugel Kaliber…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/verirrt-im-gedaechtnispalast">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gerade der WDR ist für Hörspiel-Innovationen bekannt. Und so überraschte es auch nicht, dass sie 2015 zu dem Hörspiel „39“auch ein HörSpiel veröffentlicht haben. Es war eine App mit der man sich durch die Geschichte&nbsp; hindurchbewegen kann – aber wie groß ist der Unterschied zum Radiohörspiel?</strong></p>



<span id="more-1847"></span>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.schraeglesen.de/wp-content/uploads/2017/02/16522132_1383604088336567_1067543031_o.jpg"><img loading="lazy" width="1024" height="683" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702.jpg" alt="" class="wp-image-3687" srcset="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702.jpg 1024w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702-300x200.jpg 300w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702-768x512.jpg 768w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702-225x150.jpg 225w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/39_Titel_201702-150x100.jpg 150w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></div>



<p>Mit einer Kugel Kaliber 38 lassen sich die Gedanken nur schwer ordnen. Deswegen fällt es Richard Hannay schwer, sich an alles zu erinnern und zu verstehen, was passiert ist. Er wacht auf, um ihm das Piepen des Herzmonitors und die Geräusche des Kranken<span style="color: #0a21ed;">haus</span>es. Vor ihm stehen zwei Ermittler, die wissen wollen, was passiert ist und was es mit dieser Frau auf sich hat, die die Kugel in ihrem Kopf nicht überlebt hat. Doch Hannay hat keine Ahnung, langsam tastet er sich zusammen mit dem Hörer durch nähere und fernere Erinnerung über seinen Sohn Andrew, seine Frau Annie und ihre Freundin Dorith. Mit ihr zusammen demonstriert sie gegen die Ausbeutung Afrikas und die Schattenseiten der globalisierten Politik. Doch wie weit sie dabei gehen wollten, hat Hannay nie erfahren, denn er gehört in ihren Augen schon zum Feind.</p>



<h2>Globalisierte Angst</h2>



<p>Für diesen Hörthriller haben Achim Fell und sein Team ein äußerst politisches Setting gewählt, dem letztlich auch eine überzeugende Wahrscheinlichkeit innewohnt. Da geht es nicht um den größenwahnsinnigen Plan für ein Attentat, nicht einmal große Verschwörung, die die Geschicke unserer Welt lenkt. Es geht um extremen Protest der Globalisierungskritiker. Das gibt der Geschichte auch die reizvolle Stimmung des Realistischen. Es gibt den Autoren aber auch die Möglichkeit, ernsthafte Themen, wie die Situation in Afrika. Doch das passiert nur am Rande, im Zentrum steht die verzweifelte Suche des Protagonisten, die Unsicherheit von dem, was vor sich gehen könnte und die bröckelnde Beziehung zu seiner Frau.</p>



<h2>Wofür steht das „interaktiv“</h2>



<p>Doch der Geschichte spürt man nur stückchenweise nach: Der Spieler sucht einzelne Erinnerungen, aktiviert Gedanken hört Gespräche und Nachrichten zu. Letztlich eine ziemlich klassische Form für non-lineares Erzählen, wie sie auch B.S. Johnson für seinen Roman „Die Unglücksraben“ nutzte. Doch scheinbar war bei „39“ die richtige Reihenfolge doch zu wichtig, so dass der Zusatz interaktiv mehr wie eine Übertreibung wirkt. Die Aktionen des ‚Spielers‘ beschränken sich auf wischen, tippen und zoomen. Er kann auswählen in welcher Reihenfolge er ausgewählte Erinnerungen abspielen kann, aber selbst das wirkt wie eine kreative Form der Trackwahl. Die Geschichte läuft mehr oder weniger durch und auch sonst wenig zu tun. Er muss sich weder Herausforderungen stellen, noch kann er Einfluss auf die Geschichte nehmen und dass ständige Starten des nächsten Tracks bedeutet zwar interaktion, jedoch rechtfertigt es nicht wirklich das Label ‚interktiv‘.</p>



<h2>Sound-Skulptur</h2>



<p>Was diese Produktion jedoch auszeichnet, ist ihr Design. Die Optik der App besticht zwar nicht durch spannende Videos, aber die Bilder fangen die Stimmung der Audios sehr gut auf. Aber viel wichtiger ist das Audiodesign und das ist großartig. Nicht umsonst ist der Werbespruch „Hörspiel für Kopfhörer“, denn selbst mit meinen Köpfen im Ohr fühlt sich der Hörer in die Geschichte versetzt. Die Geräusche sind rechts und links, oben und unten. Das ist besonders spannend in den Erinnerungsräumen: nebelverhangene Hallen in denen man in Erinnerungen eintreten kann und tatsächlich hört man die Erinnerung schon, sodass man weiß, wohin man sich als Nächstes wenden muss. Die <a href="http://www1.wdr.de/kultur/dreineun104.html">spezielle Aufnahmetechnik</a> und die Expertise von „Dear Reality“ haben sich also gelohnt. Im Gegensatz zur App, denn den großartigen Sound der Story können die Hörer mit einem normalen Hörspiel erleben.</p>



<p><em>Die App „39“ ist kostenlos im App Store und bei Google Play verfügbar, das Hörspiel auf der <a href="http://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-hoerspiel/neunundreissig-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website des WDR</a>.</em></p>
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		<title>#5 &#8211; Die Herausforderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 16:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionslogbuch]]></category>
		<category><![CDATA[hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Interactive Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[interaktiv]]></category>
		<category><![CDATA[Work in Progress]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht haben schon einige gedacht, dass das Herumirren in einem Labyrinth noch nicht den großen Spaßfaktor bildet. Natürlich gibt es noch mehr Herausforderungen zu bewältigen. Was mich persönlich bei den meisten “interaktiven Hörspielen” stört, ist abseits von einem sehr geringen Anteil an wirklicher Interaktion, dass sie oft kein Hör-Spiel sind.…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/5-die-herausforderung">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
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<p><strong>Vielleicht haben schon einige gedacht, dass das Herumirren in einem Labyrinth noch nicht den großen Spaßfaktor bildet. Natürlich gibt es noch mehr Herausforderungen zu bewältigen.</strong></p>



<span id="more-1842"></span>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.schraeglesen.de/wp-content/uploads/2017/02/24258176459_e4013d995d_o.jpg"><img loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017.jpg" alt="" class="wp-image-3732" srcset="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017.jpg 1024w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017-300x225.jpg 300w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017-768x576.jpg 768w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017-200x150.jpg 200w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2020/08/ProduktionslogbuchNr5_022017-150x113.jpg 150w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>by Bill Smith at https://www.flickr.com/photos/byzantiumbooks/24258176459/ under CC BY 2.0</figcaption></figure></div>



<p>Was mich persönlich bei den meisten “interaktiven Hörspielen” stört, ist abseits von einem sehr geringen Anteil an wirklicher Interaktion, dass sie oft kein Hör-Spiel sind. natürlich wunderbar produziert, aber das allein macht es nicht. Hier soll das anders sein: Das Hören wird die zentrale Herausforderung sein.</p>



<p>Denn es ist kein Labyrinth, dass auf den Boden gemalt wurde, keine Heckenlabyrinth in der Gartenanlage, und auch kein Labyrinth wie bei Maze Runner. Es ist ein Labyrinth ohne Licht. Es wäre vollkommen egal, wenn der Spieler blind wäre (na gut, nicht vollkommen, aber dazu später). Das bedeutet, dass lediglich die Ohren den Spielern Hinweise geben. Es gibt magische Räume und ein Monster, die durch Geräusche auf sich aufmerksam machen. Die lauter werden, wenn man sich ihnen nähert. Die von rechts klingen, wenn sie aus dem rechten Raum kommen. Anhand derer der Spieler entscheiden muss, ob er sich auf das Geräusch zu oder davon weg bewegt. Eine zentrale Herausforderung wird also sein, die unterschiedlichen Räume an ihrem Klang zu erkennen.</p>



<p>Zum Verdeutlichen noch ein paar Beispiele:</p>



<p>Wie bereits angedeutet, gibt es ein Monster, den obligatorischen Minotaurus. Der röhrt natürlich wie ein Stier halt röhrt. Gelegentlich fragt das Spiel, ob der Spieler dem Minotaurus gegenüber treten möchte (der Kampf kann nützlich aber auch idiotisch sein, dass ist aber ein anderes Thema). Dann muss der Spieler genau hinhören, von wo er glaubt, den Minotaurus zu hören und daraufhin seine Entscheidung treffen.</p>



<p>Es wird Räume geben, die besondere Bedeutung für das Vorankommen haben, weil sie Knotenpunkte im Labyrinth sind, die zu anderen Ebenen führen. Diese Räume haben eine ganz eigene Schwingung haben und Töne von sich geben. Diese Töne können als Orientierungshilfe dienen. Dabei ist es jedoch nicht immer ratsam dort hin zu stürmen, weil dem Spieler sonst ein wichtiges Puzzleteil entgeht, manchmal ist es aber auch die einzige Möglichkeit des weiterkommens.</p>



<p>So oder so gilt es, richtig hinzuhören.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchmesse in Bildern: Tag 3</title>
		<link>https://schraeglesen.de/buchmesse-in-bildern-tag-3</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caecilia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2016 20:57:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Cosplay]]></category>
		<category><![CDATA[hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[LBM 16]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Es braucht gerade einiges an Überwindung, um sich nach so einem Tag überhaupt noch zu irgendetwas aufzuraffen. Der besucherstärkste Tag der Leipziger Buchmesse hat heute nämlich nicht nur seinen Namen alle Ehre gemacht, sondern auch uns einen vollen Plan beschert: Ein Live-Hörspiel (die Fortsetzung gibt es morgen auf der Messe),…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/buchmesse-in-bildern-tag-3">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es braucht gerade einiges an Überwindung, um sich nach so einem Tag überhaupt noch zu irgendetwas aufzuraffen. Der besucherstärkste Tag der Leipziger Buchmesse hat heute nämlich nicht nur seinen Namen alle Ehre gemacht, sondern auch uns einen vollen Plan beschert: Ein Live-Hörspiel (die Fortsetzung gibt es morgen auf der Messe), einen Bericht über das &#8220;schönste Buch&#8221;, eine familiäre Tour über die Buchmesse und der Besuch des Cosplay-Wettbewerbs. Meine Füße schmerzen allein schon beim Gedanken ans Laufen. Dafür können wir zumindest ein weiteres Häkchen auf unserer LBM-To-Do-Liste setzen: Thilo hat heute seinen Interview-Marathon endlich vollständig überstanden. Und ich bin für heute auch am Ende meiner sprachlichen Fähigkeiten angelangt &#8211; daher lassen wir jetzt lieber die Bilder sprechen.</strong></p>
<p><style>
/*===== general options =========*/
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    height: 100%;
    text-align: center;
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    z-index: 10;
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    -moz-box-sizing: border-box;
    -o-box-sizing: border-box;
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    height: 100%;
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    left: 0;
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    text-transform: uppercase;
    color: #fff;
    text-align: center;
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    font-size: 17px;
    font-family: Raleway, serif;
    padding: 10px;
    /*background: rgba(0, 0, 0, 0.8);*/
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    text-decoration: none !important;
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    font-family: Merriweather, serif;
    font-style: italic;
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    text-align: center;

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/*1*/

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/* */

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    /*transform: scale(1.1);*/
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    opacity: 1;
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    opacity: 1;
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/*2*/
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    filter: grayscale(0) blur(0);
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    filter: grayscale(100%) blur(3px);
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    opacity: 1;
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.view-second:hover h2,
.view-second:hover p,
.view-second:hover a.info {
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    -webkit-filter: grayscale(0) blur(0);
    filter: grayscale(0) blur(0);
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    filter: grayscale(100%) blur(3px);
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/*3*/

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    transform: scale(10);
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/* ==== view 4 ===*/

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}

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    /*    bottom: -70px;*/
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    transition: all 300ms cubic-bezier(0.645, 0.045, 0.355, 1);
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/*==  view 5 ==*/

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.view-fifth .view-fifth-wrapper img {
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/* ====================== album category styles ==========================*/

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    list-style-type: none !important;

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    list-style-type: none;
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/*=========  sharing buttons  ============*/

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    margin-top: 15px;
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		<title>Essen oder schlafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2016 14:16:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audio Games]]></category>
		<category><![CDATA[Themenreihe]]></category>
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		<category><![CDATA[hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Interactive Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer Hörspiele liebt, kennt natürlich die &#8220;???&#8221;. Die jugendliche Amateurdetektive, die trotz ihrer jungen Jahre einen eigenen Chauffeur haben und bessere Ergebnisse liefern als die Polizei. Ihr Erfolg hält bis heute an und ermöglicht auch immer wieder ein kleines Experiment. Zum Beispiel ein interaktives Hörspiel. Die Hörspiel-Serie &#8220;Die drei ???&#8221;…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/essen-oder-schlafen">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
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<p><strong>Wer Hörspiele liebt, kennt natürlich die &#8220;???&#8221;. Die jugendliche Amateurdetektive, die trotz ihrer jungen Jahre einen eigenen Chauffeur haben und bessere Ergebnisse liefern als die Polizei. Ihr Erfolg hält bis heute an und ermöglicht auch immer wieder ein kleines Experiment. Zum Beispiel ein <a href="https://www.schraeglesen.de/category/produktionslogbuch">interaktives Hörspiel</a>.</strong></p>



<span id="more-733"></span>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><a href="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016.jpg" rel="attachment wp-att-743"><img loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016.jpg" alt="" class="wp-image-3592" srcset="https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016.jpg 1024w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016-300x225.jpg 300w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016-768x576.jpg 768w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016-200x150.jpg 200w, https://schraeglesen.de/wp-content/uploads/2016/02/DieDrei_022016-150x113.jpg 150w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></div>



<p>Die Hörspiel-Serie &#8220;Die drei ???&#8221; kommt ursprünglich aus den USA, wie die Hörer leicht am Setting erkennen können. Doch die deutsche Adaption ist wesentlich erfolgreicher als das Original, womöglich wegen den Sprechern oder der traditionsreichen Produktionsweise (es wird immer noch mit Geräuschemachern gearbeitet). Dieser Erfolg hat der Reihe eine wesentlich längeres Leben in Deutschland beschert und zahlreiche eigens geschriebene Folgen. Nachdem sich diese Adaptionen auseinander gelebt hatten, kam es 2006 zu einem Rechtsstreit, sodass sich die Serie kurz umbenennen musste in &#8220;Die Dr3i&#8221;, wo wurde Justus zu Jupiter und Peters Nachname änderte sich in Crenshaw. In dieser Zeit entwickelte Ivar Leon Menger das Hörspiel &#8220;<a href="http://www.8qm.de/ddf/dl/DDF-Hoerspielskript-HLE.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotel Luxury End</a>&#8220;, das dem Hörer die Möglichkeit geben sollte, eigene Entscheidungen zu treffen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>An alle Rätselknacker und Geheimnislüfter. Verehrte Freunde und Schnüfflerkollegen. Für die Geschichte die ich euch heute von den drei Detektiven Jupiter Jones, Peter Crenshaw und Bob Andrews erzählen möchte, benötige ich nicht nur euren scharfen Verstand und euer logisches Mitdenken, nein ich brauche auch euren schnellen Zeigefinger. Denn am Ende jeden Kapitels dürft ihr höchstpersönlich entscheiden wie die Geschichte weitergehen soll. Drückt dazu einfach auf euren CD-Player die Nummer des gewünschten Kapitels, die sogenannte Tracknummer und schon geht die Geschichte an dieser Stelle weiter.</p></blockquote>



<h2>Ferien mit oder ohne Horror?</h2>



<p>Ständig müssen die drei Detektive Fälle lösen, doch dieses Mal wollen sie einfach nur Ferien machen. Mit dem Auto wollen sie einfach mal die Stadt verlassen und nach Oregon reisen. Auf der Fahrt wollten sie eigentlich noch einen Zwischenstopp einlegen, doch leider hat Bob kein Hotel reserviert. Erst das letzte Hotel auf der Strecke hat noch freie Zimmer, um genau zu sein, hat es gar keine Gäste. Zum Glück für die drei Freunde, die so sehr günstig übernachten können. Aber irgendetwas scheint hier auch nicht zu stimmen. Der Portier redet von Geistergeschichten, Bob fallen zahlreiche Ungereimtheiten auf, aber vielleicht hat sie ihre Arbeit auch einfach zu sensibel gemacht.</p>



<p>Diese Entscheidung bleibt dann am Hörer hängen. Der Erzähler spricht ihn immer wieder an, fordert ihn auf eine Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten zu treffen, dabei mangelt es nicht an der nötigen Selbstironie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>Bob kramte eine Vierteldollarmünze aus seiner Hosentasche heraus und schnippte sie in die Luft. Peter hielt den Atem an. Er hatte sich für die Seite mit dem Adler entschieden, Bob hoffte auf Kopf. Wie würde sich das Schicksal entscheiden, Klimaanlage oder offene Tür? Und das ist eben das Schöne an unserem Abenteuer,ihr dürft jetzt Schicksal spielen. Auf welcher Seite soll die Münze landen, Adler oder Kopf?</p></blockquote>



<p>Als Hörspiel überzeugt es so, wie alle Hörspiele der &#8220;Drei ???&#8221;. Wie so findet sich diese Mischung aus Kriminalfall und Mystery. Das Setting erinnert nämlich nicht ganz zufällig an Stephen Kings &#8220;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DiE_DR3i#Hotel_Luxury_End" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shining</a>&#8220;. Doch letztlich bleibt es das Werk einer mehr oder minder intelligenten Verbrecherbande. Alle Sprecher gehen dabei wie gewohnt in ihren Rollen auf und liefern, was von ihnen erwartet wird.</p>



<p>Die Entscheidungen, die das Zentrum dieser Produktion darstellen, sind gut gedacht, gehen aber oft nicht weit genug. Sie stellen den Hörer immer wieder vor doch sehr weitreichende Entscheidungen, die große Auswirkungen auf die Entwicklung der Geschichte haben, letztlich die Fragen, die sich der Autor vielleicht bei jeder Geschichte stellt: zum Beispiel ob die drei Detektive ins Zimmer gehen oder in Restaurant, so die Aufteilung auf die zwei CD’s.</p>



<h2>Unumkehrbar</h2>



<p>Leider bleiben die Entscheidungsmöglichkeiten sehr linear. Wenn sich die Freunde erstmal für das Zimmer entschieden haben, gibt es keinen Weg mehr ins Restaurant, der sich einfach hätte einbauen lassen. Auf diese Weise steuert der Hörer und Entscheidungsträger mit jeder Wahl unbedingt auf bestimmte Enden zu. Davon gibt es natürlich gleich mehrere. Die sind mit einer abschließenden Nachricht aus dem Autoradio immer gleich aufgebaut, können aber negativ oder positiv sein – je nachdem ob die Freunde unversehrt sind oder nicht. Aber: Es gibt nur ein richtiges Ende, in dem die Detektive den Fall lösen. Dabei scheinen auch hier mehrere Zugänge zur Lösung möglich gewesen zu sein, aber vielleicht sollte die nur auf eine Weise erzählt werden.</p>



<p>Natürlich bleibt es ein spaßiges Hörspiel, zumindest für Fans der berühmten Hörspielreihe. Es ist allerdings nicht der komplexeste Fall, aber wie könnte er auch, denn es geht viel Zeit verloren mit den vergebenen Entscheidungen. Denn das sollte nicht vergessen werden: Diese interaktive Hörspiel kam auf CD und nutzt seine Möglichkeiten dafür ziemlich gut aus und gibt dem Hörer auch mal die Chance eine Entscheidung zu treffen, anstatt nur rumzuraten.</p>



<hr class="wp-block-separator is-style-default"/>



<p class="has-text-align-center"><a href="https://www.schraeglesen.de/interactive-fiction-liest-du-noch-oder-spielst-du-schon">Teil 1</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/geschichtsschreibung-fur-fortgeschrittene-teil-1">Teil 2a</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/geschichtenschreibung-teil-2">Teil 2b</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/lebende-geschichte">Teil 3</a></p>



<p class="has-text-align-center">Formen von Interactive Fiction:</p>



<p class="has-text-align-center"><a href="https://www.schraeglesen.de/sonne-mond-und">Spielebuch</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/der-anfang-vom-anfang">Interaktiver Comic</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/essen-oder-schlafen">Interaktives Hörspiel</a> / <a href="https://www.schraeglesen.de/lets-read-interactive-fiction">Text Adventure</a></p>
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		<title>#2 &#8211; Das grundlegende Spielprinzip</title>
		<link>https://schraeglesen.de/2-das-grundlegende-spielprinzip</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2016 13:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionslogbuch]]></category>
		<category><![CDATA[hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Interactive Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun bin und war ich ja kein Spieleentwickler, bestenfalls könnte man mich als Hörspielautor bezeichnen. Das heißt ich wollte keine großen graphischen Exzesse und letztlich ging es auch um das Geschichtenerzählen, vor allem weil ich letztlich am besten mit Worten arbeiten kann. Zur gleichen Zeit hatte ich angefangen mich mit…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/2-das-grundlegende-spielprinzip">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun bin und war ich ja kein Spieleentwickler, bestenfalls könnte man mich als Hörspielautor bezeichnen. Das heißt ich wollte keine großen graphischen Exzesse und letztlich ging es auch um das Geschichtenerzählen, vor allem weil ich letztlich am besten mit Worten arbeiten kann.</p>
<p>Zur gleichen Zeit hatte ich angefangen mich mit Textadventures zu beschäftigen und habe von den <a href="https://www.schraeglesen.de/sonne-mond-und">papiernen Spielbüchern</a> gehört. Ich weiß gar nicht was dann zuerst kam: Ob ich erst dachte, dass ich ein Hörspiel im Stil eines Spielbuch machen wollte oder als die Idee eines Hörspielspiels aufkam, ich das einfach als Prinzip nutze. Vermutlich war es Mischung von beiden, so ganz unbewusst.</p>
<p>Also bleibt es ganz simpel: Der Spieler erreicht einen bestimmten Punkt/Sektion, beispielsweise einen Raum oder eine bestimmte Person. Dazu wird dann etwas erzählt und am Ende dieses Abschnitts bekommt er verschiedene Optionen (rechts/links/geradeaus oder Was willst Du diese Person fragen?). Je nach Entscheidung führt das wieder zum nächsten Abschnitt. Natürlich wird es auch Zufallsentscheidungen geben und diverse Tricks, die ich mir nach und nach aus verschiedenen Spielbüchern abschauen werde.</p>
<p>Insgesamt ist das nicht so innovativ und vielleicht auch gar nicht interaktiv, darüber könnte man streiten (oder es lassen). Aber natürlich soll es dabei nicht bleiben, ich denke da an spezielle spielerische Aufgaben und wirkliche Interaktionsaufgaben. Das ist wirklich nur der Rahmen, ich bin mir nicht sicher, aber eventuell könnte man es Engine nennen.</p>
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		<title>#1 &#8211; Die erste Idee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 17:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Produktionslogbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Hörspiel steckt das Spiel ja bereits im Wort drin. Deswegen muss es nahe gelegen haben einmal eine Themensendung im Radio zu planen, in denen Beiträge und Hörspiele laufen, die sich mit Computerspielen beschäftigen. Auch ich wollte etwas beisteuern, doch ich wollte nicht von Computerspielern berichten oder Geschichten aus Games…<p class="continue-reading-button"> <a class="continue-reading-link" href="https://schraeglesen.de/1-die-erste-idee">Weiterlesen...<i class="crycon-right-dir"></i></a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Hörspiel steckt das Spiel ja bereits im Wort drin. Deswegen muss es nahe gelegen haben einmal eine Themensendung im Radio zu planen, in denen Beiträge und Hörspiele laufen, die sich mit Computerspielen beschäftigen. Auch ich wollte etwas beisteuern, doch ich wollte nicht von Computerspielern berichten oder Geschichten aus Games weitererzählen. Ich wollte ein Hörspiel, das wie ein Computerspiel funktioniert. Ein Hörspiel, in welchem dem Spieler verschiedene Wege offenstehen und sich die Form im Inhalt spiegelt. Wenn also die Handlung verschiedene Wege geht und mehrere Möglichkeiten des Fortgangs eröffnet, dann muss auch der Spieler immer zischen einzelnen Pfaden wählen. Doch das wäre alles kein Hörspiel, wenn es nicht auch um das Hören ging, also kann der Spieler seine Augen nicht benutzen und das genaue Hören die zentrale spielerische Aufgabe ist. Natürlich ist diese Idee schnell ausgeufert: verschiedene mögliche Handlungsstränge, philosophische Versuche, thematische Verknüpfungen und ein Spiel, dass den Titel Interaktiv verdient &#8211; das alles sollte es sein. Natürlich hatte es bis zur Sendung nur für ein kurzes Intro gereicht.</p>
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<p>Aber seitdem schwelt die Idee weiter in den Irrgängen meines Kopfes. Hier will ich den Fortgang der Entwicklung festhalten und Ideen präsentieren. Einfach damit alles handfester wird und ich schon einmal Rückmeldungen bekomme, was realistisch ist, nicht zu Ende gedacht oder was nicht noch alles möglich ist.</p>
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