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	Kommentare zu: Montagsfrage: Märchenhaftes und Träumereien	</title>
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	<description>Der etwas andere Literatur- und Videospielblog</description>
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		<title>
		Von: F.		</title>
		<link>https://schraeglesen.de/montagsfrage-maerchenhaftes-und-traeumereien#comment-398</link>

		<dc:creator><![CDATA[F.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2017 15:06:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das mit dem &quot;ungelesen&quot; = &quot;bekannt&quot; war eher ein spontaner Furz in meinem Kopf als eine wirkliche These :-)
Aber gut, ich teile Pynchons Ansicht bezüglich der &quot;Versteigerung&quot;, für mich ist sie - neben &quot;Vinland&quot; - sein schwächstes Buch, auch wenn das - verglichen mit vielen anderen Werken - noch immer starke Romane sind. Aber du hast Recht, die &quot;Versteigerung&quot; ist für den Einstieg ganz gut, aber vielleicht sollte man bei Pynchon generell einen anderen Lesemodus nutzen, nämlich den &quot;Ich verstehe zwar nur die Hälfte, habe aber trotzdem großen Spaß&quot;-Modus. Ich hab jedenfalls beim Lesen seiner Bücher oft keine Ahnung gehabt, wovon er da eigentlich spricht, besonders dann, wenn es um Mathematik und Physik geht (er hat das ja ne Weile studiert), aber egal, der Humor ist wunderbar und die Breite der Bildung unglaublich in seinen Werken. Irgendjemand hat letztens in einem englischen Blog geschrieben, &quot;Gravitys Rainbow&quot; sei in Wahrheit nichts anderes als ein 800-seitiger Schwanz-Witz. Da ist was dran. Pynchons Werke strotzen vor kleinen und großen Lustbarkeiten. Aber sie sind eben auch extrem lustig und albern, trotz der gerade enzyklopädischen Bildung, die da durchschimmert. Und sie sind noch etwas: herrlich politisch unkorrekt, Relikte einer Zeit, aus der &quot;political correctness&quot; noch kein Dauer(streit)thema und deshalb das &quot;Unkorrekte&quot; einfach Teil eines Erzählens war, bei dem man(n) so schreiben konnte, wie einem das schriftliche Maul gewachsen war. Manche mögend das für etwas spezifisch Amerikanisches halten, ich halte es für etwas zutiefst Menschliches  - passend zu Pynchon, der im Grunde seines anarchistisch entflammten Herzens ein echter Humanist ist...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit dem &#8220;ungelesen&#8221; = &#8220;bekannt&#8221; war eher ein spontaner Furz in meinem Kopf als eine wirkliche These 🙂<br />
Aber gut, ich teile Pynchons Ansicht bezüglich der &#8220;Versteigerung&#8221;, für mich ist sie &#8211; neben &#8220;Vinland&#8221; &#8211; sein schwächstes Buch, auch wenn das &#8211; verglichen mit vielen anderen Werken &#8211; noch immer starke Romane sind. Aber du hast Recht, die &#8220;Versteigerung&#8221; ist für den Einstieg ganz gut, aber vielleicht sollte man bei Pynchon generell einen anderen Lesemodus nutzen, nämlich den &#8220;Ich verstehe zwar nur die Hälfte, habe aber trotzdem großen Spaß&#8221;-Modus. Ich hab jedenfalls beim Lesen seiner Bücher oft keine Ahnung gehabt, wovon er da eigentlich spricht, besonders dann, wenn es um Mathematik und Physik geht (er hat das ja ne Weile studiert), aber egal, der Humor ist wunderbar und die Breite der Bildung unglaublich in seinen Werken. Irgendjemand hat letztens in einem englischen Blog geschrieben, &#8220;Gravitys Rainbow&#8221; sei in Wahrheit nichts anderes als ein 800-seitiger Schwanz-Witz. Da ist was dran. Pynchons Werke strotzen vor kleinen und großen Lustbarkeiten. Aber sie sind eben auch extrem lustig und albern, trotz der gerade enzyklopädischen Bildung, die da durchschimmert. Und sie sind noch etwas: herrlich politisch unkorrekt, Relikte einer Zeit, aus der &#8220;political correctness&#8221; noch kein Dauer(streit)thema und deshalb das &#8220;Unkorrekte&#8221; einfach Teil eines Erzählens war, bei dem man(n) so schreiben konnte, wie einem das schriftliche Maul gewachsen war. Manche mögend das für etwas spezifisch Amerikanisches halten, ich halte es für etwas zutiefst Menschliches  &#8211; passend zu Pynchon, der im Grunde seines anarchistisch entflammten Herzens ein echter Humanist ist&#8230;</p>
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		<title>
		Von: Thilo		</title>
		<link>https://schraeglesen.de/montagsfrage-maerchenhaftes-und-traeumereien#comment-397</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thilo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 19:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://schraeglesen.de/montagsfrage-maerchenhaftes-und-traeumereien#comment-396&quot;&gt;F.&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für diesen Kommentar und Entschuldigung für die späte Reaktion. Ich denke, wir haben unterschiedliche Auffassungen von ‚bekannt‘, wobei Deine Theorie, dass die bekanntesten Bücher auch die am wenigsten gelesenen sind, eine Diskussion wert wäre. Gleichzeitig bin ich der Meinung,  dass für die Bewunderung eines Werkes, die Geringschätzung des Autors für sein Werk oder die falsche Wahl der lesende Masse kaum von Bedeutung ist, höchstens insofern, dass es dazu anregen könnte, weitere (laut Autor bessere) Texte von ihm zu lesen. (Allerdings frage ich mich, ob Du die Meinung des Autors zu „Die Versteigerung von No. 49“ teilst?) 
Aber zurück zur Behauptung: &#039;Bekannt&#039; bedeutet für mich nicht unbedingt, dass man nur davon gehört hat, sondern dass man es kennt, es also gelesen hat. Aufgrund der Kürze und der Linearität von „Der Versteigerung von No. 49“ scheint es für viele, die Pynchon entdecken möchten, ein guter Einstieg zu sein, so auch – mit Erfolg – für mich. Deswegen habe ich mir auch direkt „V.“ besorgt und werde mich chronologisch durch die Werkliste arbeiten. Vielleicht werde ich auch hier darüber schreiben und ich würde mich freuen, weitere Anmerkungen eines Pynchon-Anhängers zu lesen, denn den Großteil des Kommentars lasse ich als Ausdruck der Begeisterung einfach mal so stehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://schraeglesen.de/montagsfrage-maerchenhaftes-und-traeumereien#comment-396">F.</a>.</p>
<p>Vielen Dank für diesen Kommentar und Entschuldigung für die späte Reaktion. Ich denke, wir haben unterschiedliche Auffassungen von ‚bekannt‘, wobei Deine Theorie, dass die bekanntesten Bücher auch die am wenigsten gelesenen sind, eine Diskussion wert wäre. Gleichzeitig bin ich der Meinung,  dass für die Bewunderung eines Werkes, die Geringschätzung des Autors für sein Werk oder die falsche Wahl der lesende Masse kaum von Bedeutung ist, höchstens insofern, dass es dazu anregen könnte, weitere (laut Autor bessere) Texte von ihm zu lesen. (Allerdings frage ich mich, ob Du die Meinung des Autors zu „Die Versteigerung von No. 49“ teilst?)<br />
Aber zurück zur Behauptung: &#8216;Bekannt&#8217; bedeutet für mich nicht unbedingt, dass man nur davon gehört hat, sondern dass man es kennt, es also gelesen hat. Aufgrund der Kürze und der Linearität von „Der Versteigerung von No. 49“ scheint es für viele, die Pynchon entdecken möchten, ein guter Einstieg zu sein, so auch – mit Erfolg – für mich. Deswegen habe ich mir auch direkt „V.“ besorgt und werde mich chronologisch durch die Werkliste arbeiten. Vielleicht werde ich auch hier darüber schreiben und ich würde mich freuen, weitere Anmerkungen eines Pynchon-Anhängers zu lesen, denn den Großteil des Kommentars lasse ich als Ausdruck der Begeisterung einfach mal so stehen.</p>
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		<title>
		Von: F.		</title>
		<link>https://schraeglesen.de/montagsfrage-maerchenhaftes-und-traeumereien#comment-396</link>

		<dc:creator><![CDATA[F.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 22:41:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den Einblick. Aber &quot;Die Versteigerung von No. 49&quot; als bekanntesten Roman Pynchons zu reklamieren, halte ich doch für sehr gewagt. Nicht nur, weil er ihn selbst nicht mochte und befand, alles, was er bis dahin übers Schreiben gelernt - und in seinem Erstling &quot;V&quot; in style und in extenso vorgeführt hatte -, beim Verfassen dieses Romans leider wieder vergessen zu haben (wie er im Vorwort seines Story-Sammelbands &quot;Spätzünder&quot; erklärt.) Nein, &quot;Die Versteigerung von No. 49&quot; ist auch deshalb nicht sein bekanntester Roman, weil die bekanntesten Roman immer die ungelesensten sind (und wohl auch sein müssen). Bei Pynchon wäre das wohl &quot;Die Enden der Parabel&quot;, da &quot;V&quot; als Erstling schlichtweg zu viele Leute neugierig (und ihnen die literarischen Schuhe ausgezogen) hat. &quot;Mason &#038; Dixon&quot; ist dagegen für Pynchons Verhältnisse (gerade)zu &quot;klassisch&quot;, als dass er ungelesen und damit &quot;bekannt&quot; sein könnte, auch wenn ich ihn für seinen besten Roman halte, da hier die Figuren nicht nur in den Worten existieren, sondern - wie der gemeine Germanist zu sagen pflegt - &quot;zu Leben erwachen&quot;, ohne dass man auf den ganzen wunderbaren Klamauk, die intellektuellen Rätsel und Randständigkeiten sowie die gute alte Paranoia (der Knoblauch in der Küche dieses Literaten) verzichten müsste. Aber ich schweife ab... Aber so ist es mit Pynchon und seinen Büchern: Es geht irgendwo los und endet irgendwo, und das Dazwischen ist die Geschichte. Das heißt: eine mögliche Geschichte, denn die tatsächliche hat genau so viele Stränge, Anfänge und Enden wie eine Briefmarke Zacken. Mindestens. Das merkt man selbst bei einem für Pynchons Verhältnisse vergleichsweise schmalen Bändchen wie &quot;Die Versteigerung von No. 49&quot;, wo es nicht zuletzt (aber immerhin: zuletzt) um die Versteigerung einer Briefmarkensammlung geht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den Einblick. Aber &#8220;Die Versteigerung von No. 49&#8221; als bekanntesten Roman Pynchons zu reklamieren, halte ich doch für sehr gewagt. Nicht nur, weil er ihn selbst nicht mochte und befand, alles, was er bis dahin übers Schreiben gelernt &#8211; und in seinem Erstling &#8220;V&#8221; in style und in extenso vorgeführt hatte -, beim Verfassen dieses Romans leider wieder vergessen zu haben (wie er im Vorwort seines Story-Sammelbands &#8220;Spätzünder&#8221; erklärt.) Nein, &#8220;Die Versteigerung von No. 49&#8221; ist auch deshalb nicht sein bekanntester Roman, weil die bekanntesten Roman immer die ungelesensten sind (und wohl auch sein müssen). Bei Pynchon wäre das wohl &#8220;Die Enden der Parabel&#8221;, da &#8220;V&#8221; als Erstling schlichtweg zu viele Leute neugierig (und ihnen die literarischen Schuhe ausgezogen) hat. &#8220;Mason &amp; Dixon&#8221; ist dagegen für Pynchons Verhältnisse (gerade)zu &#8220;klassisch&#8221;, als dass er ungelesen und damit &#8220;bekannt&#8221; sein könnte, auch wenn ich ihn für seinen besten Roman halte, da hier die Figuren nicht nur in den Worten existieren, sondern &#8211; wie der gemeine Germanist zu sagen pflegt &#8211; &#8220;zu Leben erwachen&#8221;, ohne dass man auf den ganzen wunderbaren Klamauk, die intellektuellen Rätsel und Randständigkeiten sowie die gute alte Paranoia (der Knoblauch in der Küche dieses Literaten) verzichten müsste. Aber ich schweife ab&#8230; Aber so ist es mit Pynchon und seinen Büchern: Es geht irgendwo los und endet irgendwo, und das Dazwischen ist die Geschichte. Das heißt: eine mögliche Geschichte, denn die tatsächliche hat genau so viele Stränge, Anfänge und Enden wie eine Briefmarke Zacken. Mindestens. Das merkt man selbst bei einem für Pynchons Verhältnisse vergleichsweise schmalen Bändchen wie &#8220;Die Versteigerung von No. 49&#8221;, wo es nicht zuletzt (aber immerhin: zuletzt) um die Versteigerung einer Briefmarkensammlung geht&#8230;</p>
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