Autorengespraeche

schraeggefragt –

Autoren im Gespraech

“Wie machen die das? Wie finden die Worte, Bilder, Zugänge?” – Diese und viele andere Fragen stellen wir direkt an die Schreiberlinge. Denn es gibt nichts Schöneres als ein angeregtes Gespräch mit guten Autoren und Autorinnen.


Überschriebene Märchen

Martina Clavadetscher verwandelt in ihrem Roman Knochenlieder Dornröschen in eine künstliche Prinzessin, Rumpelstilzchen in einen Hacker und eine Kriegsheimkehrer in singende Knochen. Geschickt und mit reduzierter Sprache überschreibt die Schweizerin Märchen aus der Grimmschen Sammlung. Wir haben mit der Autorin über die besondere Form ihres Romans, die Gefahren der Moderne…

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“Als Schriftsteller verfolgt man immer eine Obsession.”

Ein bisschen Langeweile und ein Paar hübscher Schuhe. Mehr braucht der Protagonist in dem Roman “Hagard” von Lukas Bärfuss nicht, um eine obsessive Verfolgungsjagd zu beginnen, in der er sich selbst verliert. Mich hat es erschreckt, doch für Bärfuss bedeutet das Erkenntnisgewinn. Neben einigen Fragen zum Selbstverständnis des Schriftstellers und…

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Zeitblase

Es ist eine Wunschvorstellung: Einmal außerhalb der Zeit stehen. Genau das widerfährt Waldemar in John Wrays Roman “Das Geheimnis der verlorenen Zeit”. Als er eines Morgens aufwacht und feststellt, dass die Zeit für ihn stehen geblieben ist, beschließt er das Mysterium der Zeit, dass seine Familie verfolgt, weiter zu ergründen.…

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Zwischen Schollen schwimmen

Dieses Buch ist eine Wundertüte – weil es voller wunderbarer Überraschungen steckt. “halb taube halb pfau” von Maren Kames ist ein bisschen von allem, was es in der Literatur gibt. Im ersten Moment fragt sich der Leser “Geht das?”, und nach einigen Seiten denkt er “Das geht gut?”, und denkt sich beim Zuklappen “Das war großartig”.

Mehr zum Buch gibt es hier zu hören.

Maren Kames: halb taube halb pfau, Secession Verlag, 150 Seiten, 35€

“Zum Glück gibt es Rasierer”

Schon dieser Titel: “Oh Schimmi”. Und das Bild dazu: ein kleiner Affe auf weißem Grund, darüber der Titel in goldener Schrift. Man soll ja ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen, aber hier stimmt es – das Äffische, das Vergoldete, die großen Augen. Ein Roman über eine seltsame Figur, das Zurechtfinden in der Welt und vor allem ein Buch mit so viel Spaß an der Sprache.

Teresa Präauer: Oh Schimmi, Wallstein Verlag, 204 Seiten, 19,90€

Niederlande: Verdreifachter Monolog

Mit ihren Theaterstücken ist Lot Vekemans weit über die Grenzen der Niederlande bekannt geworden. Doch bei ihrem dritten Monolog ging es nicht so richtig, also machte sie kurz einen Roman daraus: „Ein Brautkleid aus Warschau“ erzähl von Heimatgefühlen, Sprachlosigkeit und der Familie. Ich habe mit der Autorin über ihren Roman gesprochen.

Lot Vekemans: Ein Brautkleid aus Warschau, Wallstein Verlag, 253 Seiten, 19,90€