Autorengespraeche

“Wie machen die das? Wie finden die Worte, Bilder, Zugänge?” – Diese und viele andere Fragen stellen wir direkt an die Schreiberlinge. Denn es gibt nichts Schöneres als ein angeregtes Gespräch mit guten Autoren und Autorinnen.


Texte des Schweigens

Seit Jahren wollte Levin Westermann seiner Faszination für Marina Zwetajewa ausdruckt verleihen, doch seit Jahren haben ihm die Worte gefehlt. Doch dann hat seine Worte um die Worte der russischen Dichterin gelegt. So ist ein Gedichtzyklus entstanden, der gleichzeitig Biographie und Reflektion ist.

Weiterlesen…

Überschriebene Märchen

Martina Clavadetscher verwandelt in ihrem Roman Knochenlieder Dornröschen in eine künstliche Prinzessin, Rumpelstilzchen in einen Hacker und eine Kriegsheimkehrer in singende Knochen. Geschickt und mit reduzierter Sprache überschreibt die Schweizerin Märchen aus der Grimmschen Sammlung. Wir haben mit der Autorin über die besondere Form ihres Romans, die Gefahren der Moderne…

Weiterlesen…

Alles, was ist, ist gut. – Oder?

Super-Techno-Optimismus á la Silicon Valley trifft auf pessimistischen Pragmatismus europäisch-akademischer Prägung. Das ist der Konflikt, dem sich der titelgebende Kraft in Jonas Lüschers Roman stellen muss. Im Gespräch plädiert der Autor für eine weniger mathematische Welt und die Fähigkeit zum Optimismus.

Weiterlesen…

“Das sind nicht immer schöne Welten, aber ich wollte da mitreisen”

Nachdem John von Düffel Schüler im Schreiben unterrichtet hat, wollte er auch ein bisschen wie sie sein. Deswegen lässt er in seinem neuen Roman “Klassenbuch” Schüler ihre abgründige Welt erzählen. Weiterlesen…

“Als Schriftsteller verfolgt man immer eine Obsession.”

Ein bisschen Langeweile und ein Paar hübscher Schuhe. Mehr braucht der Protagonist in dem Roman “Hagard” von Lukas Bärfuss nicht, um eine obsessive Verfolgungsjagd zu beginnen, in der er sich selbst verliert. Mich hat es erschreckt, doch für Bärfuss bedeutet das Erkenntnisgewinn. Neben einigen Fragen zum Selbstverständnis des Schriftstellers und…

Weiterlesen…

Verschwörungen am Ende der Welt

Es gibt so viele Möglichkeiten für das Ende der Welt, die Sintflut ist da ebenso aktuell wie traditionell. Als die Stadt am Ende der Welt, Thule, unter Wasser steht, ist es nur logisch, dass das mehr bedeutet. Nachdem sich Finn Schliemann auf ein Hausdach gerettet hat, fallen ihm die Verschwörungstheorien…

Weiterlesen…

Zeitblase

Es ist eine Wunschvorstellung: Einmal außerhalb der Zeit stehen. Genau das widerfährt Waldemar in John Wrays Roman “Das Geheimnis der verlorenen Zeit”. Als er eines Morgens aufwacht und feststellt, dass die Zeit für ihn stehen geblieben ist, beschließt er das Mysterium der Zeit, dass seine Familie verfolgt, weiter zu ergründen.…

Weiterlesen…

Anno Dada 2016

Jedes Jahr steckt voller Jubiläen, aber auf dieses habe ich mich besonders gefreut: 100 Jahre Dada. Denn ich fand Dada schon immer großartig – als ich das erste Mal in der Schule davon hörte, als ich im Studium einen Vortrag halten durfte (inklusive Gedichtvortrag). Deswegen habe ich diesen Schwerpunkt auf…

Weiterlesen…

Zwischen Schollen schwimmen

Dieses Buch ist eine Wundertüte – weil es voller wunderbarer Überraschungen steckt. “halb taube halb pfau” von Maren Kames ist ein bisschen von allem, was es in der Literatur gibt. Im ersten Moment fragt sich der Leser “Geht das?”, und nach einigen Seiten denkt er “Das geht gut?”, und denkt sich beim Zuklappen “Das war großartig”.

Mehr zum Buch gibt es hier zu hören.

Maren Kames: halb taube halb pfau, Secession Verlag, 150 Seiten, 35€

“Zum Glück gibt es Rasierer”

Schon dieser Titel: “Oh Schimmi”. Und das Bild dazu: ein kleiner Affe auf weißem Grund, darüber der Titel in goldener Schrift. Man soll ja ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen, aber hier stimmt es – das Äffische, das Vergoldete, die großen Augen. Ein Roman über eine seltsame Figur, das Zurechtfinden in der Welt und vor allem ein Buch mit so viel Spaß an der Sprache.

Teresa Präauer: Oh Schimmi, Wallstein Verlag, 204 Seiten, 19,90€