Papier

Bücher gibt es tausende: Fachbücher, Sachbücher, Romane, Gedichtbände, Groschenhefte, Comicbücher und was nicht noch alles. Es scheint schon unmögliche alle mal gesehen zu haben, geschweige denn gelesen. Doch zwischen all diesen Büchermassen stechen einige Bücher heraus, weil sie anders sind. Manche nutzen eine besondere Sprache und andere stellen gleich die ganze Form auf den Kopf. Und was sich die Autoren alles ausgedacht haben: Da werden Buchstaben zu Bildern und erzählen so mehr als nur im Text steht, die Zeilen verselbstständigen sich und laufen in alle Richtungen und die Bücher wollen dann auch jeden Rahmen sprengen und werden erst durch den Leser vollständig, der die Geschichte aus losen Seiten zusammensetzen muss. Wer einmal diese Literatur erlebt hat, der bleibt erstmal mit offenen Mund sitzen und will danach mehr davon. Doch anders als bei Sci-Fi oder Fantasy gibt es keine Abteilung für experimentelle Literatur und auch auf den Kulturseiten geht sie gerne mal unter. Diese Lücke wollen wir mit schraeglesen schließen. Betrachte das hier als Reiseroute durch die Bücherlandschaft, die abseits der ausgetretenen Pfade zu Geheimtipps führt.


Die Spirale der Geschichte

Mit “Schlafende Sonne” hat Thomas Lehr einen fordernden Roman vorgelegt: In überbordender Sprache springt er durch das ganze 20. Jahrhundert. Im Interview hat der Autor uns erklärt, warum er auf Absätze verzichtet hat und wie man den Roman am besten lesen soll.

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“Warum gibt es diese Geschichte nicht auf deutsch?”

Er ist von Frankreich nach Amerika ausgewandert, doch vielleicht wird er nirgendwo so gut gelesen, wie in Deutschland. Das liegt zum einen an seinen Geschichten, zum anderen an der Arbeit von Peter Torberg.  Ich habe den Übersetzer auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und über die Arbeit mit dem Autoren und…

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Gewühl und Gespräche über Generationskrisen

Wie schon im vergangenen Jahr wollte ich mir die Wartezeit auf die Leipziger Buchmesse, in dem nach Frankfurt fahre. Da geht es immer viel geschäftlicher, aber dennoch gab es genug Gelegenheiten, um spannende Autoren zu treffen und mehr habe ich von dieser Messe eigentlich auch gar nicht gesehen.

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Episode 2: Der Buchpreis 2017

Wir wollten auch einfach mal beim Buchpreis mit diskutieren. Deswegen haben wir uns zwei Titel aus der Shortlist rausgesucht gehabt (mehr haben wir auch gar nicht geschafft) und haben diskutiert, wer es verdient hätte.

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Montagsfrage: Ein ganz anderes Erzählen

Comics

Die Antwort auf diese Montagsfrage kann für mich nur ein lautes und begeistertes „JA!“ sein: Liest du nur Romane, oder auch Comics ? Damit ist die Frage ja eigentlich schon komplett beantwortet. Aber dieser Euphorie muss natürlich eine Erklärung folgen und vielleicht ein paar Titel – und ob da nicht…

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Texte des Schweigens

Seit Jahren wollte Levin Westermann seiner Faszination für Marina Zwetajewa ausdruckt verleihen, doch seit Jahren haben ihm die Worte gefehlt. Doch dann hat seine Worte um die Worte der russischen Dichterin gelegt. So ist ein Gedichtzyklus entstanden, der gleichzeitig Biographie und Reflektion ist.

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Montagsfrage: Es muss sich gut anfühlen

Seit einiger Zeit hat Buchfresserchen wieder eine Frage gestellt, bei der mir sofort eine Antwort im Kopf schwirrt. Denn es geht um Leseverhalten und eine Diskussion, die ich mehr oder weniger intensiv verfolge, seit sie nach Deutschland geschwappt ist: Liest du lieber digital oder analog.

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Ein Buch aus Nudeln

Die Literatur ist ein Spiel und der französisch-amerikanische Autor Raymond Federman spielt nur mit dem höchsten Einsatz: “Alles oder nichts”. Unter diesem Titel verwandelt er sich selbst in Literatur, spielt er mit den Genregrenzen und den einzelnen Buchstaben. Ein Buch, bei dem jede Seite ein eigenes typografisches Kunstwerk ist. 

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Der fabulierende Buchstabe

Man soll ein Buch nicht nach einem Einband beurteilen, doch wenn man es aufschlägt, sieht es meist aus wie jedes andere: Schrift mit Serifen, Blocksatz mit Einschüben, vielleicht noch kursive Überschriften oder eine hübsche Initiale. Manche Bücher offenbaren aber schon beim ersten Aufschlagen eine faszinierende Welt, voller Farben, Schriftarten und…

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Der sachliche Buchstabe

Sobald der Autor seinen Text geschrieben, dieser dann korrigiert und redigiert wurde, ist das Buch doch eigentlich fertig? Nur noch Drucken, in die Buchhandlung und verkaufen. Ganz so einfach ist das aber nicht. Mit dem fertig geschriebenen Text fängt das Kunsthandwerk des Typografen nämlich erst an. Er macht den Text…

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