DreamHack, oder keine DreamHack?

Bereits zum zweiten Mal findet dieses Wochenende die DreamHack in Leipzig statt. Und ich stehe damit vor allem vor einer wichtigen Entscheidung: Geh ich hin oder lass ich es lieber bleiben? Eine Pro- und Kontraliste.

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Foto: Cäcilia Sauer

Pro: Die einzige Videospielveranstaltung der Leipziger Messe

Die Zeiten, in der die Games Convention noch auf der Leipziger Messe veranstaltet wurde, sind mittlerweile schon lange her. Das bedeutet zwar nicht, dass die Videospielkultur damit vollständig aus der Messestadt verschwunden ist. (Im Gegenteil: Was das anbelangt ist Leipzig lebendiger denn je – sei es mit der Langen Nacht der Computerspiele oder auch nächste Woche zur Global Game Jam in Leipzig.) Trotzdem war es letztes Jahr schon irgendwie ein besonderer Moment als mit der DreamHack nicht nur einer der größten LAN-Party- und eSports-Veranstaltungen in Deutschland einzog, sondern damit auch endlich wieder Videospiele in gewisser Weise auf die Leipziger Messe heimkehrten. Und nachdem ich es schon im letzten Jahr zur Großveranstaltung für digitale Spiele geschafft habe – sollte ich als Videospielforscherin dem nicht wenigstens dieses Jahr vielleicht eine Chance geben?

Stand: 1 – 0

 


Cluj-Napoca, Bukarest, London, Valencia, Tours, Moskau, Malmö, Austin, Jönköping, Stockholm – und seit 2016 auch Leipzig. In elf Städten weltweit hat die DreamHack mittlerweile Einzug gehalten. Teil der digitalen Großveranstaltung sind neben einer LAN-Party, auch mehrere eSports-Turniere, sowie eine Expo mit Hard- und Softwareausstellern aus der Gaming Branche. Die größte DreamHack war 2004 in Jönköping, die es mit ihrer LAN-Party von 5.272 Teilnehmern und 5.852 Computern sogar ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte.


 

Kontra: E-Sport

Ja, ich liebe Videospiele. Und ja, die DreamHack ist eine Videospiel-Veranstaltung. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich mich E-Sport eigentlich nichts anfangen kann. Ich bin weder ein großere Online-Spielfan, noch bin ich ein Fan derartiger Großveranstaltungen – und schon gar nicht interessieren mich die Videospiele, die dort zum Tragen kommen. “Counterstrike”, “League of Legends” oder auch “Pokémon” sind einfach nicht mein Fall…

Stand: 1 – 1
 

 

Pro: E-Sport

Andererseits sollte ich aber auch gerade weil ich mich mit E-Sport nicht auskenne gehen. Schließlich wäre es schon interessant herauszufinden, warum die Turniere so gehypt werden und manche mit ihren Preisgeldern sogar ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Man soll ja schließlich auch immer offen für Neues sein. Und vielleicht denke ich ja doch mal über einen Berufswechsel nach?

Stand: 2 – 1

 


“E-Sport”, kurz für – Überraschung! – “elektronischer” Sport ist einfach nur die Bezeichnung für sportliche Wettkämpfe, die mit Video- bzw. Computerspielen ausgetragen werden. Tatsächlich reicht die Geschichte des E-Sports mit Computerspielen wie “Tic Tac Toe” oder “Schach” bereits bis in die 1950er-Jahre zurück, um die 2000er haben die sportlichen Computerspielwettkämpfe aber weltweit einen derat großen Hype losgetreten, dass professionelle E-Sportler sogar von den Preisgeldern und Sponsoren leben können. Das beliebteste E-Sport-Spiel ist übrigens nicht “Counter Strike”, sondern “League of Legends”.


 

Pro Kontra?: Ausstellung Preis

Naja, und wenn es dann doch nichts für mich ist, kann ich meine Zeit ja immer noch auf der Expo vertreiben. Nicht, dass dort wirklich etwas Neues angekündigt werden könnte. Aber irgendwie könnte ich eben doch was verpassen…

Stand: 3 – 1

… allerdings sind 17,50 € für eine Tageskarte, eben auch 17,50 €. Wenn man bedenkt, dass es auf der Expo wahrscheinlich eh nichts tolles zu sehen gibt, ich an der LAN-Party eh nochmal extra zahlen müsste und ich nicht mal weiß, ob mir das Ganze überhaupt zusagt. 

Also? Was sagt das Endergebnis?

 

Stand: 2 – 2 ?

Gleichstand. Vielleicht auch 3 Pro, 1 Kontra. Irgendwie hätte ich mir davon aber mehr Klarheit erhofft. Vielleicht schaue ich auch einfach am Sonntag auf das Wetter. Und ansonsten veranstalte ich zuhause einfach mein eigenes E-Sport-Event.

Caecilia

Ehemaliger(?) "Final Fantasy"-Freak. Hat durch die Liebe für das Japanische Rollenspiel zum Videospiel gefunden.

Nachdem der Traum vom Leben im Land der aufgehenden Sonne schon am Sushi-Hass zerplatzte, fand die Musik- und Theaterwissenschaftlerin mit den Game Studies einen passenden Ersatz; ging ihren Dozenten deswegen permanent mit Hausarbeiten zu Videospielmusik, Avatartheorien oder Bewegungssteuerungskonzepten auf den Leim; versuchte sich nebenher als Redakteurin beim RETRO-Magazin oder stockte ihre Spielesammlung mit Aushilfsjobs bei GameStop auf.

Ihr großer Traum: Mit einer Professur das eigene Hobby durch die Uni finanzieren zu lassen. Bis dahin tobt sich eben auf schraeglesen aus und bezahlt die Spiele vorerst aus eigener Tasche. Wegen ihrer Vorliebe für Indie Games hält sich der finanzielle Aufwand dabei zum Glück in Grenzen.
Caecilia

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Ehemaliger(?) "Final Fantasy"-Freak. Hat durch die Liebe für das Japanische Rollenspiel zum Videospiel gefunden. Nachdem der Traum vom Leben im Land der aufgehenden Sonne schon am Sushi-Hass zerplatzte, fand die Musik- und Theaterwissenschaftlerin mit den Game Studies einen passenden Ersatz; ging ihren Dozenten deswegen permanent mit Hausarbeiten zu Videospielmusik, Avatartheorien oder Bewegungssteuerungskonzepten auf den Leim; versuchte sich nebenher als Redakteurin beim RETRO-Magazin oder stockte ihre Spielesammlung mit Aushilfsjobs bei GameStop auf. Ihr großer Traum: Mit einer Professur das eigene Hobby durch die Uni finanzieren zu lassen. Bis dahin tobt sich eben auf schraeglesen aus und bezahlt die Spiele vorerst aus eigener Tasche. Wegen ihrer Vorliebe für Indie Games hält sich der finanzielle Aufwand dabei zum Glück in Grenzen.

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