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Bücher gibt es tausende: Fachbücher, Sachbücher, Romane, Gedichtbände, Groschenhefte, Comicbücher und was nicht noch alles. Es scheint schon unmögliche alle mal gesehen zu haben, geschweige denn gelesen. Doch zwischen all diesen Büchermassen stechen einige Bücher heraus, weil sie anders sind. Manche nutzen eine besondere Sprache und andere stellen gleich die ganze Form auf den Kopf. Und was sich die Autoren alles ausgedacht haben: Da werden Buchstaben zu Bildern und erzählen so mehr als nur im Text steht, die Zeilen verselbstständigen sich und laufen in alle Richtungen und die Bücher wollen dann auch jeden Rahmen sprengen und werden erst durch den Leser vollständig, der die Geschichte aus losen Seiten zusammensetzen muss. Wer einmal diese Literatur erlebt hat, der bleibt erstmal mit offenen Mund sitzen und will danach mehr davon. Doch anders als bei Sci-Fi oder Fantasy gibt es keine Abteilung für experimentelle Literatur und auch auf den Kulturseiten geht sie gerne mal unter. Diese Lücke will dieser Blog schließen. Betrachte das hier als Reiseroute durch die Bücherlandschaft, die abseits der ausgetretenen Pfade zu Geheimtipps führt.


Alles, was ist, ist gut. – Oder?

Super-Techno-Optimismus á la Silicon Valley trifft auf pessimistischen Pragmatismus europäisch-akademischer Prägung. Das ist der Konflikt, dem sich der titelgebende Kraft in Jonas Lüschers Roman stellen muss. Im Gespräch plädiert der Autor für eine weniger mathematische Welt und die Fähigkeit zum Optimismus.

„Das sind nicht immer schöne Welten, aber ich wollte da mitreisen“

Nachdem John von Düffel Schüler im Schreiben unterrichtet hat, wollte er auch ein bisschen wie sie sein. Deswegen lässt er in seinem neuen Roman „Klassenbuch“ Schüler ihre abgründige Welt erzählen. weiterstoebern …

„Als Schriftsteller verfolgt man immer eine Obsession.“

Ein bisschen Langeweile und ein Paar hübscher Schuhe. Mehr braucht der Protagonist in dem Roman „Hagard“ von Lukas Bärfuss nicht, um eine obsessive Verfolgungsjagd zu beginnen, in der er sich selbst verliert. Mich hat es erschreckt, doch für Bärfuss bedeutet das Erkenntnisgewinn. Neben einigen Fragen zum Selbstverständnis des Schriftstellers und …

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Romanquartett und schwarzer Peter 2017: Erzählersuche

Jedes Jahr das gleiche Ratespiel: Fünf Bücher gehen in das Rennen um den Preis der Leipziger Buchmesse und wieder die Frage, wer hat die besten Chancen, wer hat die besten Werte. Es wird verglichen und die Vorteile verglichen. Und wieder werden die Bücher zu flachen Karten und wir schauen, wer …

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Durch das lilane Europa

Und das letzte Buch unseres #dicestories Gewinnspiel: Einmal die Welt verändern. Einfach alles stehen und liegen lassen, losziehen und die Welt verändern. Das wünschen sich heutzutage viele Menschen. So auch die Figuren in dem Roman „Rucksackkometen“. So heißt das Debüt des Gewinners des MDR-Literaturpreises 2014 Stefan Ferdinand Etgeton.

Der Stammbaum eines Genies

Buch 3 unseres #dicestory Gewinnspiels: Der Portugiese João Ricardo Pedro hat sich nach dem Verlust seines Jobs entschlossen, etwas ganz anderes zu tun: zu schreiben. Entstanden ist mit „Wohin der Wind uns weht“ ein Familienroman im ganz besonderem Stil.

Selbstbehauptung zwischen Häuserblocks

Buch 2 unserer #dicestories Buchvorstellung: Die besondere Sprache hat der Autorin Verena Güntner schon vor der Veröffentlichung von „Es bringen“ zahlreiche Ehrungen eingebracht und ihren Roman zu einem heißumkämpften Titel für die Verlage gemacht. Denn ihre Sprache ist authentisch genug für eine Milieustudie und poetisch genug für die anspruchsvolle Literatur.

Elementar-Gedichte

Der Buchmesse-Frühling ist endgültig da und der Countdown zur Leipziger Buchmesse tickt. Die Jury hat heute Vormittag die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben. Als die Nachricht kam, stand ich gerade im Sendestudio bei mephisto 97.6 und sollte mit meinem Kopf ganz woanders sein. Dennoch habe ich …

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Zeitblase

Es ist eine Wunschvorstellung: Einmal außerhalb der Zeit stehen. Genau das widerfährt Waldemar in John Wrays Roman „Das Geheimnis der verlorenen Zeit“. Als er eines Morgens aufwacht und feststellt, dass die Zeit für ihn stehen geblieben ist, beschließt er das Mysterium der Zeit, dass seine Familie verfolgt, weiter zu ergründen. …

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Erstmal ein Aphorismus

Es war ein Schock für viele – für Medienvertreter, Intellektuelle, Linke, Liberale, Künstler, Diplomaten: Donald Trump ist Präsident der USA und verfolgt nun seine Strategie, „to make America great again.“ Vielleicht ist es Selbstbehandlung, aktives Verstehenwollen oder der Versuch sich dem Irrwitz zu stellen, der Autor Francis Nenik begleitet die …

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