Bloggedanken

Cäcilia

13. März 2017, 17:00 Uhr

100-Follower Würfelspiel

Endlich ist es soweit: Wir haben auf Twitter die 100 Follower-Grenze geknackt. Als kleines Dankeschön wollen wir damit auch unser erstes Gewinnspiel – und vor allem: Geschichtenexperiment – starten. Was wir dabei geplant haben und wie ihr daran teilnehmen könnt, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Gewinnspielbild 1

Eigentlich hatten wir das ja schon seit einer ganzen Weile vor: Unsere Story Cubes auf Twitter testen. Mittlerweile hat sich schon eine ganze Sammlung bei uns angestaut und wartet nun regelrecht darauf endlich mal zum Einsatz zu kommen. Dass Twitter sich als Plattform für eine Runde #dicestories prima eignet hat uns die Bloggerin, Buchhändlerin und Buchliebhaberin @pinkfisch bereits mehrfach gezeigt. Jetzt wollen wir auch mal den Versuch wagen – und warum das nicht gleich zum 100-Follower-Jubiläum mit einem kleinen Gewinnspiel verbinden? Thilos Bücherschränke sind sowieso schon viel zu voll.

Warte mal: Was sind überhaupt Story Cubes?

Bevor wir mit unserer Aufgabe für euch starten, zuerst noch eine kleine Einführung in die Welt der Story Cubes. Obwohl es da nicht viel zu erzählen gibt: Story Cubes sind eine Art „visueller Geschichtengenerator der die Fantasie anregt“ (buecher.de). Punkt. Eigentlich reicht das auch schon als Einführung. Mehr sollen Story Cubes nämlich nicht sein: eine Anregung. Das Spiel – oder vielmehr ein Set – besteht aus neun Würfeln, die an jeder Würfelseite mit Bildern versehen sind. Der Geschichtenerzähler wirft die Würfel und versucht aus den gewürfelten Bildern dann eine Geschichte zu erzählen. Weitere Regeln gibt es nicht. Weder wie diese Geschichte erzählt werden soll, noch wie viele Würfel eingesetzt werden müssen. Über weitere Sets können die neun Würfel sogar noch vervielfacht, oder eben beliebig durcheinander gemischt werden.

 

So geht’s

Genau wie die Anweisungen der Story Cubes wollen wir auch eure Aufgabe so knapp wie möglich halten – schließlich soll ja nichts eurer Fantasie im Weg stehen. Werft einfach einen Blick auf die gewürfelten Bilder (das Bild seht ihr oben) und schreibt uns eine kleine Geschichte dazu. Welche Erzählform ihr wählt – ob eher experimentell, witzig, klassisch und ernst oder doch völlig verrückt – ist dabei ganz euch überlassen.

Wichtig ist nur, dass ihr alle Bilder auf irgendeine Weise in der Geschichte verarbeitet – und euch dabei so knapp wie möglich haltet. Wenn ihr gut seid, könnt ihr sogar alles in einem Tweet verpacken. Ansonsten stehen auch aber noch zwei weitere zur Verfügung. Vergesst dabei nicht jeden Tweet an @schraeglesen zu adressieren und mit #dicestories zu versehen. Wäre doch schade, wenn eure Geschichte irgendwo im Twitter-Nirvana verschwindet.

 


Übrigens: Auch wenn wir mit der Aktion vor allem unseren Twitter-Followern danken wollen, soll sich hier natürlich niemand vernachlässigt fühlen, der kein Twitter hat. Ihr könnt eure Geschichte dann einfach hier in der Kommentarfunktion der Bloggedanken hinterlassen. Denkt dann nur dran eure Kommentare mit dem Hashtag #dicestories zu versehen. Und auch für euch gilt selbstverständlich: In der Kürze liegt die Würze.


 

Wichtige Ergänzung! Nachdem wir beim ersten Würfelzug selbst gemerkt haben, dass die Bilder ziemlich schwer zu einer Geschichte zusammenzufügen sind, haben wir jetzt noch einen zweiten Wurf gewagt. Das Bild könnt ihr jetzt auch gern als Vorlage nutzen. Wir haben euch zumindest schonmal eine kleine Beispielgeschichte verfasst. 

Gewinnspielbild 2



Beispieltweets:

Gewinnspielbild 1:

 

Bis zum 17.03.2017 um genau 23.59 Uhr könnt ihr eure #dicestories einreichen. Die zwei Geschichten, die uns dann am besten gefallen haben, werden dann natürlich gleich selbst mit einer Geschichte (soll heißen: einem Buch) prämiert. Alle eingereichten Geschichten sammeln wir dann nochmal in einem Beitrag, um auch ja keinen kreativen Gedanken zu verschwenden.

Alle Teilnahmebedingungen könnt ihr nochmal hier lesen (sowas muss ja immer sein).

Also: Auf die Würfel, fertig – erzählt! Wir können es kaum noch erwarten.

 

Die Gewinne

Für den Gewinn haben wir für euch Thilos Bücherschrank geplündert, und daraus fünf Schätze ausgewählt. Die beiden Gewinner können sich aus diesen fünf Büchern dann jeweils ein Buch aussuchen. Um euch die Wahl dann etwas zu erleichtern, werden wir alle fünf Bücher in den nächsten Tagen dann nochmal in Kurz- und/oder Langform „rezensieren“.

Zur Auswahl stehen:

  • Thomas Melle: 3000 Euro, rowohlt 2014.

Twitter-Rezi:

Melle: 3000 Euro @rowohlt. 3000€ Pornogage/Schulden. Liebe blüht an der Supermarktkasse. Treffend beobachtet und mit Witz geschrieben.


  • Kai Weyand: Applaus für Bronikowski, Wallstein 2015.
  • Verena Günther: Es bringen, Kiepenheuer & Witsch 2014.

Twitter-Rezi:

Güntner: Es bringen @kiwi_verlag. Die Selbstbehauptung von Großstadtjugendlichen. Bringer sein und Kontrolle verlieren. Bildstarke Sprache.


  • João Ricardo Pedro: Wohin der Wind uns weht, Suhrkamp 2014.
  • Stefan Ferdinand Etgeton: Rucksackkometen, C.H. Beck 2014.

 

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Thilo

16. Februar 2017, 14:30 Uhr

Elementar-Gedichte

Der Buchmesse-Frühling ist endgültig da und der Countdown zur Leipziger Buchmesse tickt. Die Jury hat heute Vormittag die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben.

Die Preisverleihung des Preises der Leipziger Buchmesse 2016 (Foto: Thilo Körting)

Als die Nachricht kam, stand ich gerade im Sendestudio bei mephisto 97.6 und sollte mit meinem Kopf ganz woanders sein. Dennoch habe ich gefiebert, dass mir die Liste endlich gebracht werden würde – die Liste mit den Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse. Und nur eine halbe Stunde später habe ich zusammen mit dem Kollegen versucht, mir einen Überblick zu verschaffen über diese Liste (ich bin ja leider noch schlecht informiert über diesen Bücherfrühling, aber das soll jetzt der Startschuss sein.)

Jetzt ist es fast schon ein Brauch, etwas Allgemeines zur Liste zu sagen – ich will hier mal vor allem bei der Belletristik bleiben, man kann ja nicht alles wissen. Laut Aussage der Jury, war die Auswahl wohl nicht ganz leicht (aber das ist ja jedes Jahr die Standard-Ansage). Im Vordergrund stand vor allem der Versuch, möglichst vielfältig zu sein . Und auch wenn ich mir immer noch einen starken Theatertext wünschen würde – insbesondere nachdem im vergangenen Jahr zwei so herausragende Dramatiker nominiert wurden –  ist es der Jury gelungen, sehr unterschiedliche Bücher hier auf die Liste zu bringen:

  • Der Schweizer Lukas Bärfuss ist mit seinem Band „Hagard“ auf der Liste, der nicht zum ersten Mal für einen Buchpreis nominiert ist. Allerdings konnte ich mit „Koala“ nichts anfangen, ich kann mich mehr an die Abneigung erinnern, denn an die Gründe, warum. Ich glaube, es war mir erzählerisch einfach zu sehr verquast. Doch dieser Titel beschreibt eine spannende Situation, nämlich wie ein Mann, einfach aus einer Laune heraus beginnt, eine Frau zu verfolgen. Eine seltsame und mitreißende Erzählung – so klingt es zumindest.
  • Als Nächste steht da eine Büchnerpreisträgerin: Brigitte Kronauer. Für viele ein Highlight der Liste, für den MDR passt es nicht so ganz. Ein Band der etwas verzweigter erzählt, der Figuren Legenden erfinden lässt, damit sie ihren Verlust vergessen (oder verarbeiten).
  • Fast schon wie eine Tradition wird ein Lyriker nominiert, mit einem etwas absurden Band: Steffen Popp schreibt „118“ Gedichte über die 118 Elemente des Periodensystems und zeigt sich vor allem als Wortakrobat. Vielleicht ein Zeichen, dass diese Tradition etwas mehr gesetzt ist, nachdem Wagner und Poschmann doch noch sehr beschreibend waren.
  • Anne Weber lässt in ihrem Roman „Kirio“ ihren Erzähler suchen. Das trifft natürlich das Herz meines Verstandes, der immer frohlockt und META! schreit. Dabei wohnt auch diesem Text etwas mythisches und legendhaftes inne, so klingt es zumindest beim Verlag.
  • Und zu guter Letzt kommt noch ein Band, der nach Gedicht, Metafiktion, Binnenerzählungen und Roman mit Sog noch eine neue Note hereinbringt: Natascha Wodin nähert sich in ihrer biographischen Erzählung, oder der literarischen Biographie „Sie kam aus Mariupol“ dem Leben ihrer Mutter an, die sowohl unter Stalin als auch unter Hitler leiden musste. Eine Mischung aus Recherche und Literatur, wie schon 2014 „Vielleicht Esther“.

Gibt es ein Thema, dass sie alle verbindet? Das macht so einen Überblick ja immer besonders elegant. Bei Deutschlandradio hörte ich, es gänge um das Existentielle. Und da haben sie nicht ganz unrecht: Es geht um die Stoffe, die die Welt bilden. Es geht um die Berechtigung einer Figur, die ihren Erzähler sucht. Es geht um Angst, Trauer und Tod. (Das setzt sich übrigens auch in den Sachbüchern, beispielsweise mit einer Biographie zu Siegfried Kracauer, fort.) Allerdings geht es in guter Literatur doch immer um das Existentielle. Vielleicht geht es auch um das heimatliche, gerade in den Sachbüchern tauchen Themen wie Europa und das Abendland auf. Auch bei der Belletristik geht es um die Fragen wo gehöre ich hin. Was mir viel mehr ins Auge fällt, ist der Begriff der bei der Beschreibung der so unterschiedlichen Titel gleich zweimal fällt: Legenden. Für mich ist das das Thema: „Kirio“ als Schelmenroman und moderne Heiligenlegende, die Fabulierer von Kronauer, die Legenden um die großen Diktaturen des 20 Jahrhunderts. (Das Thema zieht sich ebenfalls in den Sachbüchern fort, wo es zum Beispiel auch um Wolken geht; allerdings ist hier das Legendhafte die Triebfeder).

Wie immer sucht man natürlich auch nach der Kritik bei so einer Liste – gab es eine falsche Wahl, fehlt jemand. Doch viel zu meckern gibt es wohl nicht. Einzig Deutschlandradio Kultur bemängelt, die Titel seien zu neu. Doch das klingt für mich nach einem dürftigen Versuch der Kritik. Schließlich nominiert Leipzig immer mehr Frühjahr als den vergangenen Herbst, vermutlich haben die Frankfurter schon alle guten Titel abgegrast und die damals so schmerzlich vermissten Autoren Genazino und Mosebach waren vielleicht doch nicht so überzeugend. Die Liste scheint gelungen, mit vielseiten und gewagten Titel, einem ausgeglichenem Geschlechterverhältnis (wer darauf achten möchte). Zwar springt mir nicht sofort ein Titel ins Auge, wie Stanisics „Vor dem Fest“ oder Stockmanns „Der Fuchs“, aber ich freue mich schon auf die Lektüre.

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Cäcilia

16. Januar 2017, 17:30 Uhr

It’s jam week!

Noch sind es ein paar Tage bis sich vom 20. bis 22. Januar wieder Videospielentwickler weltweit 48 Stunden lang ganz dem Entwickeln hingeben. Auf den offiziellen Global Game Jam-Kanälen – und auch bei mir – macht sich aber schon die erste Aufregung breit…

JamWeek

Foto: Offizieller Global Game Jam Twitter-Kanal

… schließlich hat sich der Global Game Jam in den letzten Jahren nicht nur zu einem Highlight der Videospielbranche entwickelt. 48 Stunden wach bleiben und den Kopf dabei – trotz Schlafmangel – noch rund um die Uhr auf Hochtouren laufen lassen, das stellt gerade für unerfahrene Entwickler vor eine große Herausforderung und muss gründlich vorbereitet werden.

Zwar muss ich am Wochenende selbst nicht zu Hochleistungen auffahren (das Entwickeln überlasse ich lieber denen, die das wirklich können). Zumindest das mit dem Wachbleiben will ich aber versuchen – dank Live-Übertragungen via Twitch und Besuchszeiten beim Leipziger Game Jam wird nämlich auch „Nicht-Teilnehmern“ ein kleiner Einblick in das kreative Treiben der Videospielentwickler gewährt. Und nachdem ich den GGJ im vergangenen Jahr beinahe verpasst habe, will ich dieses Mal das volle Programm mitmachen und den Twitch-Kanal rund um die Uhr verfolgen.

Ob sich mein Vorhaben dann wirklich in die Realität umsetzen lässt oder mich dann eben doch die Müdigkeit einholen wird, wird sich dann erst am Wochenende zeigen. Bis dahin kann ich ja schoneinmal Kaffee kaufen gehen…

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Thilo

08. Januar 2017, 15:30 Uhr

Der Traummaler

Ich habe alles in Bewegung gesetzt, um am Donnerstag nach Berlin zu kommen. Denn endlich war da eine gute Gelegenheit den wohl ausgefallensten Comickünstler und Illustrator zu treffen: Dave McKean.

Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist der Gedanke absurd: Ich dachte Dave Mckean wäre etwas ausgeflippter, denn viele seiner Coverarbeiten sind so absurd, teilweise düster und erschreckend. Doch er scheint ein sehr normaler und offenherziuger Typ zu sein. Das war schon deutlich als ich den Raum betrat und er da vorne saß zusammen mit den Moderatoren und darauf wartete, dass es los ging.

Das geschah dann sehr langsam, denn wie Profs leider oft so sind, hören sie sich gerne selber reden und so haben wir viel über McKean und über Traumbilder gehört. Aber dann ging es doch langsam los. Dieses Wechselverhältnis seines Kontrollwunsches und den seltsam ungreifbaren Traumbildern. Doch im Zentrum stand vor allem seine neue Graphic Novel „Black Dog“ über den Künstler Paul Nash, die ich nach diesem Vortrag wohl noch besser verstehen werde, gerade nachdem er mit so viel Inbrunst über diesen er im britischen Raum bekannten Künstler gesprochen hat (dazu später mehr). Mit weniger Hingabe reagierte er auf die Frage nach Neil Gaiman, aber vielleicht haben die beiden sich aus einander entwickelt. Viel enttäuschender war für mich das klare Bekenntnis zum Atheismus a la Dawkins, aber nun gut, die Magie steckt trotzdem in seinen Werken. Die kommt vielleicht von seiner Mutter: Auf einem Panel in „Cages“ ist eine Frau zu sehen, die sagt, sie sei einfach von allem begeistert. McKean erläuterte darauf nur, dass seine Mutter genau so sei.

Nach dem das Gespräch zu Ende war, bin ich schnell vor gegangen mit meinen Bücher und habe sie mir signieren lassen, und jetzt habe ich in meinem „Arkham Asylum“ einen unikaten Batman (auch dazu mal mehr) und in meinem „Black Dog“ einen Nash. Und bestimmt werden wir, der Künstler und ich, uns in naher Zukunft, noch weiter austauschen.

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Cäcilia

01. Januar 2017, 14:30 Uhr

Kind, du musst mehr spielen.

2017 hat gerade erst angefangen. Mit einem Rückblickblick auf 2016  bleiben meine Vorsätze aber wohl wie im letzten Jahr: Ich muss mehr spielen.

Eigentlich hatte ich an dieser Stelle einen Rückblick auf die Videospiele im Jahre 2016 geplant. Irgendetwas besonderes sollte es werden.  Irgendetwas, was noch keiner gemacht hat. Tja, schwierig, wenn so ziemlich jede Art von Jahresrückblicken schon gemacht wurden: Die 10 besten Videospielspiele 2016, die 10 schlechtesten Videospiele 2016, die besten Glitches, die besten RPGs, die besten Plattformer, die besten Ego-Shooter, die besten Frauen in Videospielen, die besten Waffen, die besten Kühe … Okay. Langsam wird es absurd. Fest steht aber: Es gibt zu viele Jahresrückblicke und ich muss da nicht auch noch meinen Teil dazu beitragen.

Auch mit einem persönlichen Jahresrückblick sieht es da nicht besser aus. Anfang des letzten Jahres hatte ich mir zwar vorgenommen, mehr zu spielen – so richtig erfolgreich war ich da aber nicht. Die Spiele, die ich 2016 zu Ende gespielt habe kann ich da fast an einer Hand abzählen. Wenn ich noch die Spiele dazu zähle, die ich im letzten Jahr angefangen habe, komme ich zwar schon in den zweistelligen Bereich. Wirklich zufriedenstellend ist das aber auch nicht. Nur die Liste meiner Wunschspiele wird nach wie vor immer länger: „That Dragon, Cancer“, „Unravel“, „ABZÛ“, „Virginia“, „Quantum Break“, „Grow UP“, „Inside“, „Dear Esther“ – um ersteinmal nur ein paar ausgewählte Spiele aus dem Jahr 2016 zu nennen. Hinzu kommen noch eine Reihe von Titeln in meinem Regal, ein ganze Menge ältere Spiele, die ich noch gar nicht habe. Und dann fehlen ja immer noch die Neuerscheinungen im Jahr 2017.

Dammit. Das wird ein hartes Jahr.

Aber wie auch immer: Wir wünschen euch noch ein frohes Neues Jahr! Lest und spielt immer schön fleißig, damit sich bei euch nicht auch immer so viel stapelt…

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Cäcilia

25. November 2016, 19:00 Uhr

Huch, da geht ja noch was!?

Ruhig war es in den letzten Wochen auf unseren heiligen Bloggefilden. Da fragt sich vielleicht so manch einer: Leben die denn noch? Für alle, die es interessiert (und auch die, die es nicht interessiert): Ja, wir leben noch. Und starten auch am Sonntag aktiv in die Adventszeit…

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Mögliche Spielauswahl zum Freitagabend. Und meine Socken.

… aber nicht mehr heute. Warum? Weil Freitagabend. Darum. Heute wird nochmal richtig abgespannt. Morgen werden nochmal die letzten Blogartikel vorbereitet und dann geht es am Sonntag in die Adventszeit. Natürlich mit einer passenden Weihnachtsthemenreihe. (Och, nö.)

Das Thema gibt’s dann natürlich auch erst am Sonntag. Wir wollen ja nicht den ganzen Spaß verderben. Nur so viel dazu: Es wird kindisch. Genau wie dieser Beitrag.

 

Anmerkung der Autorin: Da war der Teaser ja fast länger als der eigentliche Text. So ein unnötiger Beitrag.

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Thilo

28. Oktober 2016, 18:30 Uhr

Gerettet aus dem Büchermeer

Vergangene Woche habe ich mir die volle Ladung gegeben und volle fünf Tage (ok, nicht immer von 9 bis 18) Frankfurter Buchmesse gegeben. Einiges gesehen, wenig neues gelesen und geredet. Vor allem bin ich aber wieder heil zurück

dsc_0001A.E.: Na, wie war’s auf der Buchmesse?

T: Welche Buchmesse?

A.E.: Du warst doch auf der Frankfurter Buchmesse!?

T: War ich das? Pause Richtig, stimmt. – Ja, da hab ich gar nicht viel von mitbekommen. Abends habe ich die ganzen Bücher noch gelesen (ich bin mir im Nachhinein nicht einmal mehr sicher, ob ich die noch im Kopf auseinanderhalten kann), über die ich am nächsten Tag sprechen wollte, am Vormittag hing ich vorm Computer um die Fragen vorzubereiten und dann bin ich von Halle zu Halle gerannt (irgendwie habe ich es nicht geschafft, dass die Termine mal nebeneinander gelegen hätten) um die Autoren zu treffen, die dann leider nicht mal immer da waren, wo sie sein sollten.

A.E.: Das heißt, du bist da hingefahren und hast gar nichts mitbekommen?

T: Naja, ganz so schlimm war es nun auch nicht. Also was ich wirklich bedauerlich fand: Ich war bei so einer Presseveranstaltung über dem nächsten Gastland der der Leipziger Buchmesse, nämlich Litauen, aber weil ich da erstmal so mit Arbeit beschäftigt war, habe ich überhaupt nichts von den ganzen leckeren Spezialitäten abbekommen. Ich weiß nicht. Ich glaube, du kannst als Journalist noch so erfolgreich sein, du bist nie erfolgreich genug um Gratis-Essen sausen zu lassen.

A.E.: Aber du hast dich schon auch mal auf der Messe umgeschaut?

T: Joa, im Vorbeigehen schon, ist ja immer noch so spannend, weil ich die meisten Titel ja schon in den Katalogen gesehen hatte, vielleicht noch ein-zwei Sachen, die mir neu waren, aber nichts Besonderes. Die Lesungen auf der Messe hatte ich irgendwie gar nicht im Blick, hätte ich auch keine Ruhe zu gehabt. Aber ich war noch auf dem Platz in der Mitte – sie nennen es ganz gebildet mit griechischer Antikenrezeption Agora. Da gab es so ein paar spezielle Projekte von den niederländischen Ehrengästen.

A.E.: Und? Gut?

T: Spannend auf jeden Fall. Ich war zuerst beim Grunberg Lab, und habe mich messen lassen. Fragender Blick von A. Also es geht um eine Experiment: Der Autor Arnon Grünberg hat beim Schreiben der Erzählung „Die Datei“ seine Hirnströme, Schweiß und Herzschlag messen lassen und das gleiche wird dann auch beim Leser gemessen. Ist auch ein ganz netter Text über ein Mädchen, dass selber versucht, sich in der computerisierten Welt zurecht zu finden. Leider habe ich es nicht ganz zu Ende gelesen, weil zwischendurch das Messprogramm ausgefallen ist und ich bin mir nicht ganz sicher, ob es so gut funktioniert hat: Weil ich noch etwas müde war, hat das Programm meinen Gesichtsausdruck immer als wütend erkannt, und immer wenn ich eine Verbindung zum Text gespürt habe, hat es Angst in meinem Herzen registriert. Aber so kam es dann auch immer wieder zu komplett divergierenden Aussagen bei dem Gesicht und den Innereien.

A.E.: Aber das war ja nicht das einzige.

T: Nee. Da vor noch seine Videosache. Ich habe mir einen Arztkittel angezogen, mit ein Leiden ausgedacht und dagegen ein Buch empfohlen. Das zeig ich dir, wenn es dann online steht. Außerdem gab es auch viel Technik, mag man ja kaum glauben. Aber es gab verschiedene elektronische Lesehilfen, die vorgestellt wurden und multimediale Geschichte. Zum Beispiel eine Art Stream of Consciousness eines Vaters der am Tisch mit seiner Tochter redet – ganz hübsch eigentlich. Aber vor allem bin ich halt durch die Messe gerannt zu meinen Terminen, die ich jetzt noch alle nacharbeiten muss.

A.E.: Klingt ganz schön stressig.

T: Oh ja! Ich bin danach sechs Stunden mit dem Bus zurück gefahren und es ging nichts mehr. Ich wollte lesen, aber ich konnte mich nicht mehr auf die Buchstaben konzentrieren. Selbst für einen einfachen Comic hat die Kraft nicht mehr gereicht. Und Am Montag danach konnte ich auch nur noch im Bett liegen. Geht inzwischen wieder und ich habe schon wieder ein paar Interviews fertig geschnitten. Aber was geht bei dir so?

A.E.: Ach, nicht viel. Ich kämpfe mich gerade durch so einen jüdischen Familienroman. Ganz nett, aber jetzt auch nicht so überraschend und fesselnd, dass man die 450 Seiten in einem Rutsch durchliest. Aber ich werde es schaffen!

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Thilo

24. August 2016, 13:00 Uhr

Die volle Dröhnung – mit Pause

Die vergangene Woche war geprägt von Spielen, alle haben es auf einmal als Thema aufgenommen. Auch wir waren da und haben vor allem geschaut, was wir so machen wollen. Wir waren und sind aber auch Teil des allumfassenden Stimmengewirrs.

Gamescom

Das Gewirr in schummrigen Hallen

Klar hätte ich schon am Mittwoch gehen können, rein theorethisch. Aber leider hatte ich noch allerhand Aufgaben, aber so richtig geht eine Messe ja auch erst los, wenn alle rein dürfen, denke ich in meiner demokratischen Utopie. Also am Donnerstagmorgen schnell noch akkreditiert und wenigstens eine Stunde früher rein und mir einen kurzen Blick durch die Hallen verschafft: „Ok, wieder FIFA, Battlefield 1, Watchdogs 2, Mafia III, Final Fantasy XV.“ Alles nur mäßig neu, denke ich.

Immer wieder dasselbe neue Alte

Dann also gleich ganz in die Vergangenheit, denn den größten Teil der Zeit habe ich am Donnerstag auf der Retrogaming-Fläche verbracht für eine Reportage, die am Samstag in aller Herrgottsfrühe lief. Natürlich waren es wieder die üblichen Verdächtigen, die Nintendo-Fans, Apple-Nostalgiker, Atari- und Amiga-Verfechter; die Schrauber, Bastler und Sammler. Dieses Jahr standen besonders Handhelds im Fokus der Vitrinen, genauso wie Pokémon. Sowieso ist es immer ein schöner Moment, wenn hier Leute vorbeikommen und sagen: „Ah, guck mal, das alte Streetfigther!“ und wieder erhärtet sich der Gedanke, das wenig neues passiert, hier wie dorten.

Doch eine neue Erfahrung

Am Nachmittag bin schnell runter in den Ü-Wagen des WDR gehüpft für eine kleine Schalte mit dem Deutschlandfunk, um doch noch was Neues zu erleben. War natürlich gleich ein Rundumschlag zu allen Themen der Messe: Pokémon (ich möchte nochmal betonen, dass Google mir sagte, dass sich Niantic getrennt hat), Sicherheitsthemen, Gewaltdarstellung in Videospielen und Spiele im Alltag. Auf das Thema Entwicklung bin ich kaum noch zu sprechen gekommen, wie die Förderung junger Entwickler, sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, oder den Schwerpunkt der diesjährigen Game Developers Conference: die Vernetzung weiblicher Entwickler. Aber ein Thema war natürlich Virtual Reality.

Neue Welten

Ich könnte nicht mal sagen, dass ich diesen Trend erkannt habe, er wurde einem ja regelrecht aufs Auge gedrückt. Aber von den wenigen Erfahrungen später mehr. Zuvor gab es großen Diskussionsbedarf. MDR Kultur wollte es in den Fokus rücken und hat mich ein Interview organisieren lassen. Anlass war eine Veranstaltung mit dem etwas billigem Titel „Eine neue Bühne: Virtual Reality meets Hochkultur“. Ich bin natürlich hingegangen, waren auch alles richtige Sachen die gesagt wurden, allerdings nichts wirklich Überraschendes, wie auch in nur einer halben Stunde. Die Diskussion habe ich, nach langem Kampf mit einem zerstörten Mitschnitt, für Kultur heute im Deutschlandfunk zusammengefasst.

Eine Anmerkung noch, die mir beim Probieren in den Kopf gekommen ist: Ein Theaterstück, in dem die Besucher via VR in wunderschöne Welten eintauchen, aber um sie herum sind Performer, die sich fühlbar um sie herum bewegen, sie massieren oder zwicken, als Gegenimpuls zum Gesehenen. Denn die Trennung von Körperlichen zum Visuellen ist mir beim Spiele selbst aufgefallen, wie das Kabel an meinem Arm rieb. Die Verbindung von Bild und Körper macht ja für mich das Theater aus, das könnte zwar auch etwas naheliegend und oberflächlich sein, aber bestimmt wäre das ein spannendes sinnliches Erlebnis.

Auch mal ausprobieren

Aber was macht man auf der Gamescom, wenn man sich nicht auch mal ewig anstellt und versucht das neueste vom Markt auszuprobieren. Also habe ich das auch gemacht (allerdings erst am Sonntag) und mich natürlich für das VR-Game „The Climb“ angestellt, denn bis ich mir das leisten kann, wird noch viel Zeit vergehen.

the climb

Die Zeit habe ich genutzt, um im schummrigen Halbdunkel noch ein paar Seiten zu lesen. Nach 2,5h durfte ich dann auch die Gipfeltour beginnen. Mit dem neuesten Gerät von Oculus Rift wird der Spieler in eine Berglandschaft in der Südsee versetzt und hangelt sich dann mit seinen Händen einen Berg hoch. Das erinnert ein wenig an Bouldern, denn das haben die Entwickler zur Einstimmung auf gemacht. Aber es ist etwas leichter ist es schon, wenn auch die Aktionen etwas gewagter sind. Für das Spiel spricht, dass ich beim Abstürzen schon ein Zittern in den Knien hatte.

 

Zum Schluss habe ich es sogar geschafft, den größten Hype der Messe zu probieren (und mich sogar um das lange Anstehen zu schummeln): Batman VR. Letzten Endes war es nicht mehr als ein Vorgeschmack auf das kommende Spiel und ich habe auch nur meinen Batsuit angelegt (habe ich „meinen“ gesagt?), die Waffen ausprobiert, die etwas unförmig an meinem (schon wieder) Gürtel und mich kurz im Spiegel als Batman gesehen. Also viel zu tun war noch nicht, aber es macht schon Lust, aber die 400 Euro ist es noch nicht ganz wert.

Die kleinen, schillernde Fische im großen Teich

In der Zwischenzeit waren wir noch zu zweit auf der Suche nach den nächsten Spiele-Highlights – also nicht den großen, sondern den Kleinen, den Coolen. Da wir genau wussten was wir wollten, sind wir gleich in die Indie Area gerannt. Dort haben wir uns erstmal etwas über Typoman unterhalten, ein Spiel über Buchstaben und die Literatur selbst, wir freuen uns schon wenn es für die Konsole auf den Markt kommt. DSC_0016Dann sind wir bei Lost Ember hängen geblieben. Ein sehr meditatives Spiel, in dem man verschiedene Tiere bewohnt und durch eine naturreiche, postapokalyptische Welt wandelt und den Geschichten einer verbliebenen Seele lauscht. Mehr als hübsch lässt sich dazu nicht sagen, denn das Spiel befindet sich noch in Finanzierung und Entwicklung, aber wir werden das weiter verfolgen.

Dann war da noch ein etwas billig anmutendes Spiel, dass sich selbst Interactive Period Drama nannte, sowieso eine ganze Menge spiele, die klassische Prinzipien in anderes Design bringen. Der nächste Blick ging dann auf ein Next-Gen-Text-Adventure. Eigentlich war es nur eine Spielerei, aber weil die Leute voll begeistert waren, gibt es immer mehr Episoden, ich werde mir das demnächst mal ansehen. Dann haben wir noch schnell bei mixtvision vorbei geschaut, die ich sonst eher von der Buchmesse kenne, die sich aber von Beginn an multimedial aufstellen wollten, leider gab es keine Gelegenheit das Spiel FAR anzutesten. Da sind wir dann gleich weiter zu KLANG. Hier versucht der Spieler mit Stimmgabeln bewaffnet durch eine Welt voller Lautsprecher zu kommen. Zu meinem Leidwesen rythmusbasiert und unglaublich schnell, hatte aber Drive.

Auf der Endrunde noch an mehreren Spielen vorbei geschlichen. Da war Mekazoo, ein Jump’n’Run-Spiel, das etwas an Sonic erinnerte, den Spieler aber verschiedene Avatare mit verschiedenen Fähigkeiten gibt.

GamescomAuch in den großen Hallen sind wir fündig geworden: Bei Bandai-Namco gibt es ein Horror-anmutendes Spiel, dass den Spieler mit Kindheitsalbträumen konfrontieren will – beinahe zu hübsch für Bandai. Und dann war da noch HOB, ein Spiel bei dem die Geschichte erst in der Interaktion mit der Umgebung entsteht.

Damit habe ich erstmal alles verarbeitet und bin schon auf längere Teststrecken gespannt.

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Cäcilia

19. August 2016, 15:00 Uhr

Nach der Konferenz ist während der gamescom

Etwas müde bin ich noch. Schließlich liegen seit gestern drei Tage Game Studies pur bei der „Replaying Japan“-Konferenz hinter mir. Und während sich die Thilo schon die volle Dröhnung Videospielindustrie bei der gamescom gibt, versuche ich noch die ganzen Eindrücke aus der Wissenschaft zu verarbeiten.

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Meinen Vortrag habe ich zumindest halberwegs unbeschadet überstanden… (Foto: Johannes Koski)

Ich muss gestehen, die Videospielforschung habe ich in der letzten Zeit etwas schleifen lassen. Die ganzen Theoriegeschwülste während meiner Masterarbeit hatten mir so die Lust verdorben, dass ich mir unbedingt erst einmal eine Auszeit nehmen musste. Nach „Replaying Japan“ weiß ich auch wieder was mir gefehlt hat: Der Austausch mit anderen Forschern.

Sei es nun bei den Präsentationen, Keynote-Vorträgen, Diskussionen oder einfach nur den Gesprächen abends bei Bier und Wein – Die letzten drei Tage haben mir so viel Input (vor allem auch internationalen Input gegeben), dass ich gerade nicht einmal mehr weiß wohin damit. Vor allem ist aber endlich wieder die Lust für die Videospielforschung zurückgekehrt. Und vielleicht kann ich mich auch endlich mal an ein Doktorarbeitsthema setzen. Vor allem aber hoffe ich mal, dass mir der Ganze Enthusiasmus und der Kontakt zu den anderen Forschern in den nächsten Tagen wieder verloren gehen. Jetzt heißt es wohl am Ball bleiben.

Weitere Eindrücke zur „Replaying Japan“-Konferenz kommen dann in ein paar Tagen. Jetzt steht am Wochenende erstmal auch für mich die gamescom an.

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Thilo

14. August 2016, 17:30 Uhr

Schon die Hälfte rum

Jeden Morgen stehe ich auf und beschäftige mich mit tagesaktuellen Berichten. Doch dazwischen beschäftige ich mit zeitlosen Geschichten, einer Musikerkarriere zischen Himmel und Hölle – papiernen Seiten. Außerdem bin ich auf der Suche nach den nächsten Lese-Highlights.IMG_0466

Für die vergangenen drei Wochen war ich im Zeitfunk des Deutschlandradios unterwegs und habe mich mit Themen beschäftigt, die hier gar nicht so richtig reinpassen. Aber nächste Woche ist Gamescom und dann werde ich mich im Radio richtig breit machen.
Aber auch die vergangenen Wochen habe ich mich (vor allem auf den Bahnfahrten) in die Literaturwelten begeben. Ein Spielbuch hat mich in die abgefuckte (nur dieses Wort trifft es wohl) Szene der Metal-Musik versetzt und zwar ganz praktisch. Natürlich habe ich dort den Teufel bereits besiegt. Ich werde Dir dieses Erlebnis bald beschreiben. Außerdem habe ich mich etwas in die Welt der Superhelden versetzt, für den einen ist es der Anker kurz vor dem Tod, auch dieser Abgesang ist bereits in Arbeit, für andere ist es ein ideales Setting für Schlägereien (… muss ich noch mehr sagen?), doch hier muss ich noch viel mehr lesen und ich frage mich, ob ich das jemals schaffen werde, wo ich doch immer alles lesen will – die Bibliothek ist für mich Himmel und Hölle zu gleich.
Das fällt mir auch beim Blättern durch die Herbst-Programme – es sind jedes Jahr so viele neue Bücher und jedes Jahr will man das Beste zwischen diesen Massen finden. Obwohl ich sagen muss, dieses Jahr scheinen die Titel mich nicht ganz zu reizen. Liegt das an mangelnden Idee der Autoren oder an meiner Übersättigung? Was auch immer es sei, ich verliere nie die Lust zu lesen. Deswegen habe ich jetzt auch angefangen mich endlich in die Welt von „The Familiar“ zu begeben, ein Wahnsinn Projekt, es ist bereits ein Neuntel erschienen – also drei Bände. Wie typisch für Danielewski ist er voller verschiedener Schriftarten und einigen Spielerein im Buchstabensatz und eine Geschichte wäre wohl auch nicht genug, deswegen sind es gleich, natürlich 9 (spielt da jemand mit Dreierpotenzen?) – hoffentlich verliere ich nicht den Überblick. Aber eine Feststellung kann ich schonmal wagen: Danielewskis Romane werden immer bunter: Zuerst war da nur etwas Blau (bis heute ist das ‚House‘ im Impressum in dieser Farbe), dann Grün und Gold in „Only Revolution“, dann fünf Farben in „The Fifty-Year-Sword“, inzwischen lassen sich die Farben kaum noch zählen. Ganz nebenbei lese ich zur Entspannung moderne und postmoderne Romane, wie „Tristram Shandy“ und „A Scanner Darkly“ und beschäftige mich mit interaktiven Hörspiel. Also es bleibt viel zu tun bevor ich von Massen an Neuheiten überflutet werde.

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Cäcilia

05. August 2016, 17:00 Uhr

Konferenz und BA-Folter

Heute geht’s ausnahmsweise mal nicht um den Blog, sondern um etwas das schon seit einigen Wochen einen Großteil meiner Zeit in Anspruch nimmt: Mein Vortrag bei der Videospielkonferenz „Replaying Japan 2016“. Mit jeden Tag steig die Vorfreude, aber auch die Nervosität – und ganz viel Schamgefühl…

FinalFantasyVI

Eines meiner Lieblings-Videospiele und ein absoluter Klassiker: „Final Fantasy VI“ (Foto: Cäcilia Sauer)

Habt ihr schon mal nach Jahren eine alte Arbeit aus Schule oder Studium ausgegraben? Das ist die pure Folter. Da stehen Formulierungen, die man mittlerweile nicht mal im Traum wählen würde – umständlich bis zum geht nicht mehr. Gedanken und Interpretation, die einfach nur aus der Luft gegriffen. Und am Ende steht nur noch die Frage: Wie konnte ich das eigentlich bestehen?

Mir geht es gerade so mit meiner Bachelor-Arbeit, die ich gerade zu einem Vortrag für die Konferenz für japanische Videospiele „Replaying Japan“ umarbeite (wissenschaftliches Recycling quasi). 2012 hatte ich die Arbeit abgegeben. Das Thema: Die Oper aus „Final Fanatsy VI“. Wer sie nicht kennt, kann ja hier nochmal einen Blick drauf werfen:

Seit mehreren Wochen quäle ich mich jetzt schon durch die Arbeit, kürze wie verrückt, schüttle unentwegt den Kopf – und schreibe dann doch irgendwie alles um. Das kann man heute so doch niemanden mehr andrehen! Heute muss ich dann aber irgendwie fertig werden. Denn am Wochenende muss der ganze Spaß dann auch noch übersetzt werden. Hoffentlich vergesse ich vor lauter Schreck nicht meine gesamten Englischkenntnisse.

10 Tage habe ich jedenfalls noch Zeit – dann beginnt vom 15. bis zum 17. August „Replaying Japan 2016“ in Leipzig. Wer mir jetzt unbedingt bei meiner Blamage zusehen möchte, den muss ich leider enttäuschen: Anmeldungen werden mittlerweile nicht mehr entgegengenommen. Dafür wieder werde ich aber sicherlich hin und wieder das ein oder andere Konferenz-Update geben – dann aber garantiert ohne Blamage-Fotos. (Ooooh, wie schade.)

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Cäcilia

30. Juli 2016, 11:30 Uhr

Praktika und Videospielstapel

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist es im letzten Monat etwas ruhig hier geworden. Das lag daran, dass Thilo und ich in den letzten drei Monaten vor allem mit unseren Praktika beschäftigt waren. Zumindest ich habe das jetzt überstanden und kann jetzt endlich den Videospiel-Bereich wieder ein bisschen aufpäppeln…

Bloggedanken_30.07.16

Die Videospiel stapeln sich schon bei mir… (Foto: Cäcilia Sauer)

Eigentlich ist es ja ganz praktisch, wenn man zu zweit einen Blog führt. Wenn der eine beschäftigt ist, kann der andere einfach ein paar Texte schreiben. Und so lässt sich die Arbei ganz einfach aufteilen. Naja, mehr oder weniger einfach. Blöd nämlich, wenn beide irgendwie völlig eingespannt sind – so wie es bei uns in den letzten Monaten der Fall war. Die Zeit geht aus, am Ende des Tages bleibt die Müdigkeit und am Wochenende warten Bewerbungen und Haushalt. Die ersten Wochen lassen sich noch ganz gut mit vorgeschriebenen Artikeln füllen. Leider ist aber auch der größte Vorrat (gut, er war nicht sonderlich groß) aufgebraucht. Noch fehlt uns halt irgendwie die Routine, um Arbeit und Blog unter einen Hut zu bekommen.

Jetzt zieht es Thilo zwar schon wieder weiter zum nächsten Praktikum, wenigstens ich habe aber endlich wieder Zeit mich ein wenig mehr dem Bereich „Digitales“ zu widmen. Und wenn ich so die Startseite herunter scrolle wird das auch mal Zeit: „Papier“, „Papier“, „Fundstücke“, „Papier“ – so geht das schon seit März. Wenn das so weiter geht, wird schraeglesen noch zu einem „normalen“ Literaturblog. Wie können wir dann nur unseren Titel rechtfertigen? Also, werde ich mich am Wochende mal wieder in Disziplin üben, Beiträge vorbereiten, um euch wenigstens bis zur gamescom mit allerlei Videospiel-Themen zuzuballern. Dann ist Thilo nämlich endlich mal wieder in Zugszwang! Ha!

Vielleicht schaffen wir dann ab September auch endlich mal einen Ausgleich…

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3 Kommentare:

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